Inclusia 2026

Jugend trifft Beeinträchtigte: Spiel, Spaß, Lernen

Kärnten
26.03.2026 10:01

„Wir haben schon so viele gelacht. Und gelernt“, sind sich die Jugendlichen der beiden fünften Klassen des Gymnasiums St. Ursula in Klagenfurt einig. Sie haben Gäste aus Slowenien zu Gast; behinderte Gäste. Wie auch 23 weitere Schulklassen bei Inclusia 2026. Was sie bei Inclusia lernen.

Es duftet nach frisch gebackenen Waffeln, flotte Gitarrenakkorde und fröhliches Singen erfüllen den Raum, an einem Tisch werden konzentriert Blumen gebastelt, am anderen wird beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen gelacht: Dass Menschen miteinander Zeit genießen, ist nicht so selbstverständlich. Noch seltener ist es, wenn beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Menschen zusammenkommen. 

Tausende Jugendliche zusammengebracht in 22 Jahren
Das war vor 22 Jahren auch der Ausgangspunkt für Dieter Klammer: „Ich habe gespürt, ich muss da was machen. Ich will Menschen zusammenbringen. Anfangs war ich mir selbst nicht so sicher, wie das wird; ich hatte ja selbst keine Erfahrungen mit Behinderten.“ Aber mit Mut und Organisationstalent ist Inclusia entstanden und hat bereits für viel Spaß und zahllose spielerische Lernmomente gesorgt. „Etwa 9000 Schülerinnen und Schüler, die vorher wenig oder keine Berührungspunkte mit Beeinträchtigten hatten, haben wir mit Menschen mit Behinderung zusammengeführt. Freundschaften sind entstanden. Heuer nehmen 520 Jugendliche von 25 Klassen in fünf Klagenfurter Schulen sowie rund 200 Behinderte aus dem Alpen-Adria-Raum daran teil“, freut sich der Reifnitzer, der Geografie studiert hat und Trainer am bfi ist.

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Das Vorbereiten mit der Klasse hat uns noch mehr zusammengebracht und die erst wenigen Stunden jetzt mit den Gästen waren schon sehr spannend und lehrreich.

Ylvie

Die beiden fünften Klassen des Gymnasiums St. Ursula in Klagenfurt haben Gäste aus Slowenien. Da die Jugendlichen aus Klagenfurt kaum Slowenisch und die Gäste aus Slowenien kaum Englisch können, läuft die Kommunikation auch über Mimik und Gestik. „Daher haben die Schülerinnen und Schüler Stationen zum Spielen und Basteln aufgebaut. Sie hatten einige Ideen. Auch das mit den Waffeleisen kam von ihnen“, freut sich Professorin Lisa Singer. 

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Wir hatten die Idee, frische Waffeln zu backen. Das schmeckt allen. Inclusia ist eine coole Sache. Sonst kommt man ja nicht in Kontakt mit behinderten Menschen.

Niki und Quentin

„Wir haben mit unseren Gästen ein Plakat gemalt, in der Mitte steht groß Inclusia. Wir haben dabei so viel lachen müssen! Und wir haben erfahren, dass Eier und Hase auf Slowenisch so ähnlich klingt – und uns oft versprochen“, so Ylvie, die mit ihren Schulfreundinnen das Plakat unbedingt in der Klasse aufhängen will; als Erinnerung.

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Ich rede mit den beeinträchtigten Gästen langsamer, ruhiger. Man muss geduldiger sein. Das braucht man im Leben öfter. Noch mehr Schulen sollten mitmachen.

Anna-Maria

„Bei Inclusia erfahren wir, wie man mit Menschen umgeht, die beeinträchtigt sind. Das kann auch im Leben, im Umgang mit pflegebedürftigen Großeltern vielleicht, wichtig sein“, ist Ylvie dankbar für das Projekt.

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Ich finde es sehr cool und interessant, heute Gäste zu haben. Es macht Spaß, mit ihnen zu basteln. Wir machen Blumen aus Küchenkrepp und Wasserfarben.

Anna

„Inclusia ist eine Bereicherung für beide Seiten. Unsere Schule ist seit über zehn Jahren gern dabei. Das passt auch bestens zu unserem Schulprofil, das ja die Würde des Menschen und die Vielfalt besonders wertschätzt. Voneinander lernen zu dürfen, ist ein großer Schatz“, so Harald Triebnig, der Direktor des Gymnasiums St. Ursula in Klagenfurt.

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