Ein „Energie-Denkmal“ wird nun zur Sprengung vorbereitet: 360 Besucher erwiesen dem einst modernsten kalorischen Kraftwerk in Niederösterreich davor die „letzte Ehre“. Ein bunt gemischtes Publikum, viele Familien und natürlich zahlreiche Zeitzeugen ließen sich die finale Gelegenheit nicht entgehen, das inoffizielle Wahrzeichen von Korneuburg nochmals zu inspizieren.
Es war die letzte Öffnung des Kraftwerks Korneuburg, wo viele Erinnerungen an eine mächtige Ära wieder auflebten. Und sogar die EVN-Vertreter waren überwältigt, wie viele zum letzten Tag der offenen Tür kamen. Denn in dem mächtigen, 110 Meter hohen Grundblock herrschte volles Haus: Mehr als 360 Gäste, Technikfans und Nostalgiker erwiesen der später durch eine Gasturbine ergänzten Alt-Anlage die letzte Ehre.
Infostände für die Besucher: Abschieds-Event war gut vorbereitet
An den verschiedensten Infopoints herrschte reger Andrang, wenig überraschend wurden vor allem die Sprengprofis mit Fragen gelöchert. Denn der „Big Bang“ für den in den 1970er-Jahren errichteten Block erfolgt Mitte 2027. Und dass die Zeit des einst modernsten Wärmekraftwerks seiner Generation abläuft, sieht man auch daran, dass ab nun nur noch Baustatiker und Sprengmeister Zutritt haben. Denn die Explosion muss äußerst präzise durchgeführt werden, weil es in der Nähe eines besiedelten Gebiets und des Biogas-Kraftwerks liegt.
Wehmut und Kontroversen
Auch Gruppen kamen, die den 160-Meter-Schlot als Sinnbild des schmutzigen Zeitalters von Erdgas und Schweröl betrachten und ihn schon lange fallen sehen wollen. Für andere gehört er wiederum zum Stadtbild. Im Internet werden nun sogar Rufe nach einem Industriedenkmal laut ...
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