2027 wird der 160 Meter hohe Kamin des Kraftwerks Korneuburg gesprengt. Eine Sprengung in diesem Ausmaß muss aber genau geplant werden.
Jedes Kind aus der Gemeinde Langenzersdorf, Bezirk Korneuburg, kennt ihn: den „Leuchtturm“, der schon von weiter Ferne rot-weiß gestreift aus der Landschaft heraussticht. Doch der hohe Kamin wird für den Betrieb schon länger nicht mehr benötigt. Im nächsten Jahr soll er gesprengt werden. Vor Ort trifft das viele mitten ins Herz: „Sein stetes Leuchten hat etwas Beruhigendes an sich“, sagt zum Beispiel Korneuburgerin Sonja Guseck. Franz Sommer, auch aus Korneuburg merkt an: „Wenn der Turm nicht mehr in Betrieb ist, wirkt er nicht schädlich auf die Umwelt.“ Zumindest als „Industriedenkmal“ könne man ihn stehen lassen.
Dass der geliebte Turm nun nicht mehr zu sehen sein wird, kränkt die Einheimischen. Die Geschichte des Turms reicht bis in die 1950er-Jahre zurück. Zwischen 1958 und 1961 errichtet, war das Kraftwerk eine der ersten Anlagen weltweit, in der Gas- und Wasserdampf kombiniert zur Energieerzeugung eingesetzt wurden. „Heute hat das Areal eine andere Rolle“, heißt es von der EVN. Werden die Naturwärmekunden mehr, soll das dortige Biomasseheizwerk ausgebaut werden. Gas fließt am Standort schon seit 2019 nicht mehr.
Der Kamin wurde ja vor nicht all zu langer Zeit sogar neu angestrichen.

Sonja Gusec aus Korneuburg
Bild: Andi Leisser
Ein Datum für die Sprengung gibt es laut EVN noch nicht. Sie bedarf detaillierte Planung: Die ÖBB muss Schienen sperren, die Autobahn kann zu diesem Zeitpunkt nicht befahren werden. „Und man rechnet auch mit einem großen Menschenaufkommen“, sagt EVN-Sprecher Stefan Zach zur „Krone“. Am 12. März, ab 16.00 Uhr, wird seitens des Energiekonzerns direkt im Wärmekraftwerk eine Info-Veranstaltung stattfinden.
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