Die „SES Spar European Shopping Centers“ mit Sitz in Salzburg, wo auch der Europark dazugehört, ziehen Bilanz für 2025. Es konnte ein Umsatzplus von 2,2 Prozent erreicht werden. 116 Millionen Besucher in sechs Ländern besuchten 1.900 Shops in 28 Einkaufszentren.
„Das vergangene Jahr ist trotz vieler Herausforderungen gut gelaufen.“ So fasste Christoph Andexlinger, CEO von SES Spar European Shopping Centers, die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahrs zusammen. Der Betreiber von Shoppingcentern und Malls in Österreich, Slowenien, Norditalien, Ungarn, Kroatien und Tschechien konnte 2025 beim Umsatz um 2,2 Prozent auf 3,61 Mrd. Euro zulegen. Insgesamt besuchten 116 Millionen Menschen die zum Konzern gehörenden Einkaufszentren.
Während die ersten neun Monate noch durchwachsen waren, habe das Geschäft im letzten Viertel des Jahres angezogen. Ein Trend, der auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres anhalte: „Die Frequenz passt.“
Insgesamt managt SES in sechs Ländern über 871.000 Quadratmeter verpachtete Fläche mit über 1.900 Shops in 28 Einkaufszentren, drei Retailparks und einer gemanagten Einkaufsstraße. Das Unternehmen beschäftigt knapp 450 Menschen und hat seinen Sitz in Salzburg. In Österreich, wo das Unternehmen Marktführer der Betreiber von Shoppingcentern ist, legte SES beim Umsatz im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zu. Erfolgreich entwickelte sich das Geschäft in Slowenien (+ 6,9 %), Ungarn (+ 9 %) oder Tschechien (+ 2 %), in Italien mit vier Standorten blieb der Umsatz mit 330 Mio. Euro stabil.
Erster Gesundheitspark entsteht
SES hat 2025 kräftig investiert. Insgesamt wickle man gerade Bauprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 138 Mio. Euro ab, erklärte Andexlinger. Der Sillpark in Innsbruck wird zurzeit erneuert und um einen Gesundheitspark erweitert. Um dieses Segment weiterzuentwickeln, hat SES das Joint Venture TWOmorrow Gesundheit GmbH mit der auf Gesundheitsangebote spezialisierten Vinzenz Gruppe Service geschlossen. „Wir prüfen weitere Standorte“, sieht Andexlinger in regionalen Gesundheitsdienstleistungen eine attraktive Ergänzung für das Angebot in Shoppingcentern. In Innsbruck würden nach der baulichen Fertigstellung des Sillparks im Herbst erste Dienstleistungen im medizinischen Bereich noch in diesem Jahr angeboten. Wo weitere Gesundheitsparks errichtet werden, ist noch offen.
Ausbau des Europarks nach langem Ringen
In Slowenien hat SES kürzlich den Retail Park Arkadia gekauft, auch dieser Standort soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden. Außerdem wurde 2025 mit dem Bau des S-Park in Varaždin in Kroatien begonnen. Dort entsteht auf dem Areal einer ehemaligen Textilfabrik ein neuer Retailpark. Nach 15 Jahren des Ringens um die erforderlichen Genehmigungen konnte 2025 auch die Erweiterung des Shoppingcenters Europark in Salzburg in Angriff genommen werden. Mit über 400 Millionen Euro ist der Europark der umsatzstärkste Standort des Unternehmens, bis Herbst 2027 kommen 6.000 Quadratmeter neue Handelsfläche dazu. Mit rund zehn Millionen Besuchern bleibt der Europark auch 2025 einer der stärksten Frequenzstandorte im Bundesland.
Lebensmittel auf Platz eins im Branchenmix
Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr über 460 Pachtverträge verlängert oder neu abgeschlossen. Der Modehandel ist mit 32,5 Prozent in Österreich nach dem Lebensmittelbereich die größte Branche in den SES-Einkaufszentren und hat eine starke Ankerfunktion. Sehr gut entwickle sich auch das Segment Beauty und Health, sagte Andexlinger. Er beobachtet außerdem einen Trend zu Shops im Bereich Nahrungsergänzung oder Spezialsortimenten wie Gewürze oder Tee. Etwa neun Prozent der Fläche der österreichischen Standorte werden von Gastronomie besetzt.
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