Entscheidung erwartet

Land steht bei Hallenbad weiter auf der Bremse

Salzburg
24.03.2026 07:00

Zwölf Flachgauer Gemeinden wollen ein Schwimmbad in Seekirchen errichten. Alles ist vorbereitet, nur die Salzburger Landesregierung steht noch auf der Bremse. Für den Bau gab es eine Zusage des Landes zur finanziellen Unterstützung. Diese Gelder wurden aber noch nicht freigegeben.

Noch immer gibt es keine Entscheidung von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP), ob das geplante Hallenbad in Seekirchen den finanziellen Zuschuss des Landes für den Bau bekommt. Gemeinden und Eltern werden daher unruhig. Denn ohne die Mittel des Landes ist das 24-Millionen-Euro-Projekt nicht umsetzbar. Die Entscheidung der Landesregierung wurde bisher durch den Spardruck verschoben.

Der Elternverein des Bundesgymnasiums Seekirchen hat daher, wie berichtet, am 7. März eine Petition für den schnellen Bau gestartet. Mehr als 3000 Menschen haben mittlerweile online unterschrieben. Auch mehr als 1400 Kommentare von besorgten Eltern wurden darinnen erfasst: „Alle Kinder im Bundesland Salzburg müssen schwimmen lernen. Der Erwerb dieser Kompetenz ist seit langem Teil des Lehrplans, wird jedoch nicht umgesetzt“ oder „im Umkreis von 50 km wird um jede Schwimmbahn gerungen, seien es Vereine, Volksschulen oder Hobbyschwimmer. Dass das Salzburger Seenland keine Möglichkeit bietet, Kindern das überlebenswichtige Schwimmen beizubringen, ist eine Schande. Hier wird nicht das Budget saniert, es wird mit dem Leben der Kinder gespielt“, sind nur zwei davon.

Neben der Sportanlage in Seekirchen soll das Bad entstehen.
Neben der Sportanlage in Seekirchen soll das Bad entstehen.(Bild: Andreas Tröster)
V. li.: Die Bürgermeister Konrad Pieringer, Simon Wallner, David Egger mit Architekt Michael ...
V. li.: Die Bürgermeister Konrad Pieringer, Simon Wallner, David Egger mit Architekt Michael Krieger mit dem Siegerentwurf im vergangenen Jahr.(Bild: Felix Roittner)

„Es geht nur noch um die Entscheidung des Landes, ob es die 70 Prozent freigibt“, sagt Seekirchens Bürgermeister Konrad Pieringer (ÖVP). Es geht um rund 17 Millionen Euro. Seekirchen hat wie alle anderen Gemeinden seine finanziellen Mittel für den Bau budgetiert. Die zehn Gemeinden aus dem Regionalverband Salzburger Seenland zuzüglich Eugendorf und Hallwang stehen hinter dem Projekt, weil es sich um kein Spaßbad, sondern um eine wichtige Einrichtung für die Schulen handelt. „Man muss das Bad als Einrichtung wie etwa eine Turnhalle sehen“, so Pieringer. Hinzu komme der Gesundheitsaspekt durch ein Therapiebecken. Auch Sportvereine würden außerhalb der Schulzeiten und in den Ferien profitieren.

Große PV-Anlage soll bei den Kosten helfen
„Wir haben ein gutes Energiekonzept entwickelt, was den Gemeinden beim jährlichen finanziellen Abgang durch das Bad hilft“, ist der Stadtchef überzeugt. Mit einer Quellwasserpumpe und einer großen Photovoltaik-Anlage sollen möglichst viele Kosten im Ganzjahresbetrieb gespart werden. Ungefähr 400.000 Euro werden jährlich fehlen. Das teilen sich die Gemeinden je nach Einwohnerzahl. Nur Seekirchen übernimmt etwas mehr als die anderen.

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