Schnee ab Donnerstag

Wintereinbruch kann für Tiere gefährlich werden

Steiermark
24.03.2026 05:45

In der Nacht auf Donnerstag soll in großen Teilen Österreichs Schnee fallen: Für Igel, Kröten, Schmetterlinge und Wildschweine ist das ein Drama. Zu früh wurden die Tiere von der Sonne aus ihren Winterquartieren gelockt.

Die Sonne lockte in den vergangenen Wochen nicht nur die Steirer ins Freie, auch die Gärten „erwachten“ langsam aber sicher aus ihrem Winterschlaf. Und mit ihnen ihre Bewohner: Bunte Schmetterlinge flattern bereits durch die Luft, Kröten sind auf dem Weg zurück ins Wasser, erste Igel wandern über die Wiesen.

Der Frühstart in die warme Jahreszeit hat allerdings einen bitteren Nachgeschmack, denn in der Nacht auf Donnerstag sinken die Temperaturen rapide: „In der Obersteiermark fällt die Schneefallgrenze auf 500 Meter. Bis in die Täler ist also mit Schnee zu rechnen“, sagt Ubimet-Meteorologin Jessica Spengler. Während in Graz zum Wochenende hin noch etwa sieben Grad zu erwarten sind, klettern die Temperaturen in der Obersteiermark gerade noch so in den Plusbereich.

Frischlinge könnten erfrieren
Für den Wildschweinnachwuchs kann das lebensbedrohlich werden: „Manche Frischlinge sind schon geboren. Wenn es aber noch einmal so kalt wird, kann die Bache ihren Nachwuchs nicht wärmen. Die Wildschweinpopulation kann dadurch große Verluste erleiden“, erklärt Johannes Gepp, Präsident des Naturschutzbundes Steiermark.

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Die bevorstehende Kälte sorgt für einen schlechten Start bei den Stechmücken. Viele Gelsen werden erfrieren. Für uns Menschen ist das erfreulich.

Johannes Gepp, Naturschutzbund Steiermark

Schmetterlinge können bei niedrigen Temperaturen erneut in eine Winterstarre verfallen. Auch Igel können sich zwar einfach wieder verkriechen, aber: „Magere Tiere sind sowieso den ganzen Winter über gefährdet. Wenn man jetzt einen dünnen Igel sieht, sollte man ihn ins Tierheim bringen“, rät der Experte.

Kröten werden träge
Kröten sind weniger durch die niedrigen Temperaturen als durch Autofahrer gefährdet: „Achtung: Durch die Kälte werden sie träge und brauchen noch länger bei der Überquerung von Straßen“, warnt Gepp.

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