Die Zahl der E-Autos in Kärnten hat sich seit 2019 auf rund 13.500 verneunfacht. Laut VCÖ führte dies allein im Vorjahr zu einer enormen Reduktion beim Verbrauch fossiler Brennstoffe.
Wie eine aktuelle Erhebung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) vorrechnet, ist die Zahl der rein elektrisch betriebenen Pkw in Kärnten massiv angestiegen. Waren Ende 2019 erst rund 1500 solcher Fahrzeuge zugelassen, sind es mittlerweile bereits an die 13.500. Diese Entwicklung führte dazu, dass im vergangenen Jahr im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch von Benzin- und Dieselfahrzeugen mehr als zehn Millionen Liter Sprit eingespart werden konnten.
Eine Lehre aus der aktuellen Ölpreis-Rallye muss sein, die Erdölabhängigkeit des Verkehrs deutlich zu reduzieren.
Michael Schwendlinger, Verkehrsclub Österreich
Deutlich höhere Effizienz
Grund für die Ersparnis ist der wesentlich effizientere Elektromotor. Laut Umweltbundesamt liegt der reale Durchschnittsverbrauch von E-Autos bei 21 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Benzin-Pkw benötigen mit umgerechnet 62 und Diesel-Pkw mit 67 Kilowattstunden rund dreimal so viel Energie. VCÖ-Experte Michael Schwendinger betont, dass Haushalte mit eigener Photovoltaikanlage den Strom für ihr Fahrzeug selbst erzeugen, unabhängig von Erdölimporten sind und so viel Geld sparen.
E-Mobilität soll gefördert werden
Der VCÖ fordert daher verstärkte Maßnahmen, um den Anteil an E-Pkw bei den Neuzulassungen weiter zu erhöhen. In Kärnten waren im Vorjahr 18,4 Prozent der Neuwagen reine Elektroautos. Österreichweit lag der Anteil in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bei 21 Prozent. Als Vorreiter gilt Dänemark, wo dieser Wert mit 82 Prozent bereits rund viermal so hoch ist. Auch bei Klein-Lkw gibt es großen Spielraum. 14 Prozent der neuen Transporter in Österreich fahren mit Strom – in den Niederlanden sind es 80 Prozent.
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