Nach dem großen Fischsterben am Schönaue Wasser befasst sich der Gemeinderat mit der Rettung des Grünidylls im Nationalpark. Das Forstamt setzt unterdessen erste Schritte.
Am Mittwoch bringen Volkspartei und Grüne einen gemeinsamen Beschlussantrag zur Unteren Lobau ein. Gefordert wird ein Maßnahmenpaket, damit dieser Teil des Nationalparks nicht austrocknet – konkret, dass dauerhaft genügend Wasser von außen dazu kommt.
Wie berichtet, sind im Jänner 1000 Fische, teils zwei Meter große Exemplare, im Schönauer Wasser erstickt. Denn oben war eine komplette Eisdecke. Unten gibt es durch jahrzehntelange Verlandung mit Schlamm offenbar keine Verbindung mehr zum sauerstoffreichen Grundwasser. Die Tiere bekamen keine Luft und starben qualvoll. Das Gewässer werde immer seichter, erklären Anrainer.
„Eine intakte Fischfauna ist Kernbestandteil eines gesunden Au-Systems. Wenn ganze Bestände verenden, ist das ein massiver ökologischer Schaden und ein umweltpolitisches Versagen“, kritisiert die Grüne Umweltsprecherin Tina Wirnsberger. Elisabeth Olischar von der ÖVP ergänzt: „Ein sensibler Naturraum wie dieser braucht keine weitere Verwaltung des Problems, sondern konkrete Entscheidungen.“ Ob die anderen Fraktionen dem Antrag zustimmen oder alternative Lösungen vorstellen, ist offen.
Grundwassermodell wird erstellt
Das Forstamt lässt im ersten Schritt ein Grundwassermodell erstellen. „Welche Maßnahmen dann getroffen werden können, wird auf Grundlage von Fakten entschieden“, so ein MA 49-Sprecher. Zudem prüfe eine Expertengruppe die Dotierung des Areals. In die Obere Lobau etwa wird seit zwei Jahren Wasser aus der Neuen Donau gepumpt.
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