Martyrium in Wien

Mädchen von Bruder auf offener Straße verprügelt

Wien
21.03.2026 11:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schläge, Tritte, Drohungen: Ein 14-jähriges Mädchen aus Wien-Leopoldstadt hat in der Vergangenheit offenbar Schlimmes durchleiden müssen. Die Jugendliche soll nicht nur von ihrem eigenen Bruder, sondern auch von ihrem Vater attackiert und verletzt worden sein. Am Freitag gipfelte das Martyrium in einem Polizeieinsatz.

Bereits auf dem Nachhauseweg von einem Park hatte der 22 Jahre alte Bruder am Freitag das Mädchen zu attackieren begonnen. Es setzte laut Polizeiangaben einen Kopfstoß und mehrfach Schläge und Tritte. Der Grund für den Gewaltausbruch: Sie soll Kontakt zu einem Mitschüler gehabt haben. Auch zu Hause gingen die Angriffe weiter, zudem fielen wüste Drohungen. Gegen 12.30 Uhr ging bei der Polizei der Notruf ein. 

Nicht die erste Attacke
Gegenüber den Beamten schilderte die Jugendliche – sie wies „offensichtliche Verletzungen auf“, so die Exekutive – in weiterer Folge, dass sie bereits seit Längerem körperlichen Angriffen ausgesetzt gewesen sei, nicht nur durch ihren Bruder, sondern auch ihren 56-jährigen Vater.

Das Mädchen wurde von der Rettung versorgt und in weiterer Folge in ein Krankenhaus gebracht. In der Zwischenzeit wurde der Bruder der Jugendlichen befragt. Er wollte weder von Angriffen am Freitag noch von Attacken in der Vergangenheit etwas wissen.

Die 14-Jährige trug bei dem brutalen Angriff Verletzungen davon, sie wurde von der Berufsrettung ...
Die 14-Jährige trug bei dem brutalen Angriff Verletzungen davon, sie wurde von der Berufsrettung ins Spital gebracht. (Symbolbild)(Bild: P. Huber)

Hier finden Sie Hilfe

Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind.

  • Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. 
  • Die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wiens bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346 an. 
  • Der WEISSE RING: 050 50 16
  • Frauenhelpline: 0800 222 555 
  • Gewaltschutzzentrum: 0800 700 217
  • Opfer-Notruf: 0800 112 112
  • Notruf des Vereins der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22 

„Im Zuge einer Durchsuchung der Wohnung konnte eine Schreckschusspistole im Zimmer des 22-Jährigen aufgefunden werden“, so Polizeisprecherin Irina Steirer. Der Vater habe angegeben, „dass es vor einigen Wochen zu einem Streit mit einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sei“, so die Sprecherin.

Mutter: „Nichts mitbekommen“
Gegen die beiden Türken sei ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein Waffenverbot ausgesprochen worden. Die ebenfalls anwesende Mutter der 14-Jährigen behauptete, von den Attacken auf die Tochter nichts mitbekommen zu haben, erklärte Steirer. Diese Aussagen würden noch überprüft. Die 14-Jährige wurde an das Jugendamt (MA 11) übergeben. 

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