Intendant Markus Hinterhäuser will sich nun doch auf Gespräche über seine Zukunft einlassen. Wie diese ausgehen, ist allerdings noch offen. Nun dürfte über Zeitpunkt und Kosten des Abgangs diskutiert werden.
Das Aus von Markus Hinterhäuser als Intendant der Salzburger Festspiele ist fix. Die Frage ist nur, wie teuer es wird. Der 67-Jährige hat seine Anwälte eingeschaltet. Er will mindestens bis zur vertraglichen Ausstiegsfrist 2029 die künstlerische Spitze des Festivals bleiben. Das Kuratorium rund um Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) sieht das anders. Nun wird verhandelt. Wie die Gespräche ausgehen, soll spätestens im April klar sein. Für die Posten der Intendanz und auch der Festspielpräsidentin werden jedenfalls Ausschreibungen vorbereitet.
Vorangegangen waren dem Zwist mehrere Unstimmigkeiten zwischen dem Kuratorium und Hinterhäuser. „Wohlverhalten“ des Intendanten ist Streitpunkt Zum einen, weil der Intendant die frühere Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann favorisiert hat, obwohl diese nicht am vom Kuratorium ausdrücklich verlangten Ausschreibungsverfahren teilgenommen hatte. Zum anderen war Markus Hinterhäusers rauer Umgangston mit (ehemaligen) Mitarbeitern bemängelt worden.
Ein weiterer großer Punkt in der Kuratoriumssitzung am Freitag war das aktuelle Bauvorhaben. Als nächster großer Schritt steht der Hohlraumbau für die Werkstätten im Mönchsberg an. Dieser findet wie vorgesehen ab Herbst statt und wird nicht, wie kurzzeitig diskutiert, redimensioniert.
Grundsätzlich gilt es, für die Dauer der Baustelle eine Ersatzspielstätte zu finden. Etwa eine Halle. Die Idee ist, diese dann stehenzulassen.
Bernhard Auinger, Bürgermeister Salzburg-Stadt und Kuratoriumsmitglied

Die Sanierung des großen Festspielhauses wird in den Herbst 2028 verschoben. Ersatz-Spielstätte muss schnellstmöglich fix seinIm Sommer 2029 und 2030 – dem Jahr, in dem die Festspiele eigentlich mit der umfangreichen Sanierung fertig hätten sein sollen – ist das Große Festspielhaus für den Betrieb geschlossen.
Nun beginnt die intensive Suche nach einer passenden Ersatz-Spielstätte. Das Festspieldirektorium muss diese nun möglichst zeitnah fixieren.
Nicht gesprochen wurde in der gestrigen Kuratoriumssitzung über einen neuen Schauspielchef. Dieser Posten ist also nach wie vor nicht besetzt.
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