Kauf von Vereinsheim

Land steigt bei Alpenverein schon auf die Bremse

Salzburg
08.05.2026 08:00

Lange war der Salzburger Alpenverein auf der Suche nach einem neuen Vereinsheim. Immer wieder landete man am bisherigen Standort, der dem Land gehört. Ein Kaufangebot sei praktisch schon am Weg. Beim Eigentümer zeigt man sich noch nicht so zuversichtlich wie beim alpinen Verein.

Seit 1977 ist der Salzburger Alpenverein in seinem Heim im Nonntal einquartiert. Seit geraumer Zeit platzt es schon aus allen Nähten. Weder für die sechs Mitarbeiter, die Gruppenaktivitäten noch für den Verleih von Berg-Equipment an die mehr als 28.000 Mitglieder ist genug Platz. Auch weil er sich das Haus mit vier anderen Vereinen teilen muss. In der Jahreshauptversammlung hat der Alpenverein am Mittwoch deshalb beschlossen, dass er das Gebäude dem Land abkaufen will. Und: Künftig soll es exklusiv dem Verband gehören.

„Wir haben die Zusage, dass wir die Liegenschaft bestandsfrei vom Land erwerben können“, so Christoph Elmer, zweiter Vorstand des Alpenvereins. Ein Kaufangebot in Höhe von 1,3 Millionen Euro für das markante und mit einem Erhaltungsgebot versehene Haus soll bald übermittelt werden. Kommendes Jahr werden Planung und Sanierung beginnen. Die Kosten dafür sind noch offen.

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Wir haben in den vergangenen Jahren mehrere Optionen und Standorte geprüft. Am Ende ist immer wieder das Nonntal übrig geblieben.

Christoph Elmer, Zweiter Vorsitzender Alpenverein Salzburg

Noch einige Runden zu drehen
Beim bisherigen Eigentümer, dem Land, steigt man aber auf die Bremse. Man sei zwar in guten Gesprächen, es wäre aber noch deutlich zu früh, etwas zu verkünden, heißt es dort. Mehrere Ressorts sind mit der Sache betraut. Außerdem brauche es für den Verkauf am Ende auch noch einen Regierungs- und einen Landtagsbeschluss. Und: Es gilt, Lösungen für die Vereine zu finden, die noch im Haus untergebracht sind. 

Wehmütig blickt man bei den Naturfreunden, dem kleineren alpinen Verein (rund 8000 Mitglieder), ins Nonntal. Jahrelang waren beide auf gemeinsamer Herbergssuche. Weder die Rehrl-Schule als Standort noch ein „Haus der Berge“ beim Europark schien umsetzbar. Ein Heim für beide Organisationen hat sich womöglich jetzt endgültig zerschlagen. „Wir freuen uns, dass für den Alpenverein eine Lösung naht. Das würden wir uns auch für unsere Zukunft wünschen“, so Sophia Burtscher von den Naturfreunden.

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