Die Salzburger Festspiele waren in einer ungesunden Entwicklung gefangen. Wie in einer griechischen Tragödie entkommt nun keine Figur mehr auf und hinter der Bühne dem Machtkampf.
Drama und Dilemma mit dem Führungspersonal bei den Festspielen sind von Alt-Landeshauptmann Haslauer verdrängt worden. Danach stürzte sich Karoline Edtstadler forsch ins Getümmel. Die üblichen Intriganten befeuerten aus dem Hintergrund den seit längerem schwelenden Konflikt.
Jetzt wird es nicht wie in griechischen Tragödien zu einem göttlichen Eingreifen kommen, sondern es werden weltliche Anwälte für fürstliche Honorare die vorerst letzten Fragen klären.
Für den in Wohlverhalten eher unangepassten, künstlerisch erfolgreichen Intendanten Markus Hinterhäuser wird nach dieser Saison wohl der Vorhang fallen.
Das könnte für Karoline Edtstadler zum Pyrrhussieg werden. Die Seilschaften der Wiener Kulturschickeria und der Salzburger Gesellschaft sind da gnadenlos.
Zu retten ist die Lage nun nur noch, wenn man sich zur Erneuerung der Festspiele nicht im alten Fundus bedient, sondern richtig große Namen holt. Wenn etwa als Intendant eine Koryphäe käme wie Meisterregisseur Barrie Kosky. Oder wenn jemand wie der Welt-Galerist Thaddaeus Ropac das Präsidentenamt übernehmen würde. Eine über alle Zweifel erhabene Persönlichkeit also, die Kunstverständnis mit Geschäftssinn stilsicher zu vereinbaren weiß.
Davon ist man vier Monate vor der Eröffnung der Festspiele weit entfernt.
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