Ein letztes Mal schreitet Cillian Murphy als Gangster Tommy Shelby sorgenvoll durch den englischen Regen – der Film „Peaky Blinders: The Immortal Man“ ist ein Geschenk an die Fans.
In meinem Kopf herrscht Krieg“ – Gangsterboss Tommy Shelby hat sich von der Welt zurückgezogen und versucht, seine traumatische Vergangenheit zu verarbeiten. Doch dann macht sein Sohn Duke mitten im Zweiten Weltkrieg einen gefährlichen Deal mit den Nazis aus und er kehrt nach Birmingham zurück, um die Sache zu klären ...
Viele Jahre lang galt „Peaky Blinders“ als eine der besten Serien überhaupt. 2022 endete sie nach sechs Staffeln relativ offen. Nun läuft auf Netflix der Film „Immortal Man“, der nun ein endgültiger Abschluss sein soll. Und es war gut, dass sich Schöpfer Steven Knight mit diesem Werk Zeit gelassen hat. Es ist ein würdiger Abschied geworden. Man wagt einige harte Entscheidungen, die „Peaky Blinders“-Fans vielleicht aufregen, aber jedenfalls rasch in die Geschichte hineinziehen werden. Hier wird natürlich nicht mehr verraten.
Was aber kein Geheimnis ist: Für die neue Rolle des Duke konnte Barry Keoghan („Saltburn“) gewonnen werden, der kommendes Jahr bekanntlich als Beatle Ringo Starr im Kino zu sehen sein wird. Auch, wenn es immer etwas eigenartig ist, wenn nie zuvor erwähnte Söhne auftauchen – in diesem Fall ist es die erzählerische Brechstange wert. Es ist ein schauspielerisches Hochamt, dem wir hier beiwohnen dürfen, wenn Keoghan auf Oscar-Gewinner Cillian Murphy („Oppenheimer“) in seiner Paraderolle des Tommy Shelby trifft. Beide beweisen damit einmal mehr, dass sie aktuell zu den besten Charakterdarstellern überhaupt zählen.
„The Immortal Man“ ist düster, rau und dreckig wie von der Serie gewohnt. Dieses Mal ist noch viel Melancholie dabei. Einziges Manko: Der Nazi-Plot hat zu wenig Raum, sich zu entfalten, der Showdown wirkt überstürzt. Man hätte gern noch mehr Zeit mit den lieb gewonnenen Gangstern verbracht.
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