Rund 230 Marktstände folgten dem Ruf des Osterhasen nach Wien. Auf fünf Standorten präsentieren sie behutsam bemalte Eier oder traditionelles Kunsthandwerk aus. Auch Feinschmecker sind gut aufgehoben – müssen unter Umständen aber tief ins Börserl greifen.
Sonnenanbeter, Genießer und Kunstbegeisterte kamen am Eröffnungstag der ersten Wiener Ostermärkte gleichermaßen auf ihre Kosten. Schon zu Mittag fand man auf den Tischen, die in der Mitte des Altwiener Ostermarkts auf der Freyung stehen, keinen Platz mehr.
Die frühlingshaften Temperaturen, aber auch das ein oder andere Gläschen Aperol lockte an.
Apfelstrudel um fast 8 Euro
6,90 Euro muss man dafür im Schnitt hinblättern, Tendenz manchmal steigend. Ein Würstel mit Senf kostet 6 Euro, Pierogi 11 Euro.
Für den süßen Hunger gibt es etwa Kaiserschmarrn (8,50 Euro), Powidl-Buchtel (7,90 Euro) und Apfelstrudel (7,90 Euro).
Beim Ostermarkt am Hof bekommt man Ofenkartoffeln für 12 Euro und Langos für 5,50 Euro. Für eine Gröstl-Pfanne oder Schinkenfleckerl sind 9,90 zu berappen.
Ein Getränk oder einen Snack kann man sich in der Sonne schon gönnen. Vielleicht finden wir auch ein kleines Geschenk oder etwas für die Osterjause. Ein Osterei mit 9 Euro ist aber schon viel.

Barbara S. (38) und Ulrike S. (35)
Karenz
Bild: Mario Urbantschitsch
Ich finde es auf den Märkten nicht so teuer. Ich würde mir gern ein buntes Osterei kaufen. Aber ich fliege morgen nach Australien und das würde es wohl nicht überleben.

Jane B. (58)
Lehrerin
Bild: Mario Urbantschitsch
Wir haben tatsächlich einige Dekorationen besorgt. Das Wetter ist heute herrlich, das mussten wir ausnutzen, obwohl schon sehr viel los ist.

Maritta und Andreas R. (beide 72)
Pensionisten
Bild: Mario Urbantschitsch
Luxus-Osterei
Ob der teils saftigen Preise lässt es sich für ein Getränk oder einen Snack schon aushalten, finden Barbara S. (38) und Ulrike S. (35). Auch ein paar Deko-Stücke oder Spezialitäten für die Osterjause würden die beiden besorgen. „9 Euro für ein bemaltes Osterei ist aber schon viel“, sagt Ulrike S. Es bleibe also bei Kleinigkeiten, sagen sie.
Dabei ist das 9-Euro-Ei vergleichsweise noch billig, bedenkt man, dass in nächster Nähe ein geschmücktes Straußenei für ganze 129,90 Euro zu haben ist. Über Monate bemale man sie in behutsamer Handarbeit, erzählt Ausstellerin Pamela P. Eine Familientradition, sagt sie.
Am gesamten Stand auf der Freyung hat sie rund 5000 Ostereier ausgestellt. Auch auf den Weihnachtsmärkten ist sie stets vertreten. Schon jetzt bemalen ihre Kollegen in Niederösterreich die ersten Christbaumkugeln.
Zwischen Tradition und Vielfalt
Etwas billiger, aber nicht weniger bunt sind die Handwerksstücke der Urkrainerin Oksana M. In ihrer Heimat bemalt man die Eier mit Katzenhaarpinseln erzählt sie. Nur so gelingen die filigranen Zeichnungen.
Ein Stück seiner Heimat Ungarn bringt Balaszs H. nun schon seit 12 Jahren nach Wien. Er fertig Tücher, Topflappen oder Schürzen mit Blaudruck an. Muster, die von Familie zu Familie unterschiedlich sind, werden meist Leinen- und Baumwollstoffe bedruckt.
Nördlich der Donau wird‘s billiger
Deutlich kleiner, aber trotzdem vielfältig ist der Ostermarkt in Floridsdorf. Die größten Unterschiede finden sich aber auf den Preislisten. Ein großes Bier bekommt man um 3,80 Euro, Kartoffelpuffer um 3,10 Euro.
Geöffnet sind die Märkte noch bis Ostersonntag. Kommende Woche öffnet auch der Frühlings- und Ostermarkt in Schönbrunn seine Pforten. 88 Stände laden dann auch hier zum Flanieren ein.
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