US-Kriegsminister Pete Hegseth hat sich mit Angehörigen von sechs Soldaten getroffen, die im Iran-Krieg ums Leben gekommen waren. Diese hätten ihm gesagt, dass er ihr Opfer ehren solle, und dass das US-Militär weitermachen solle, bis die Aufgaben erfüllt seien, berichtete der Minister. Ein Vater und ein Beamter widersprechen Hegseth jedoch.
Die Soldaten starben, als ihr Tankerflugzeug vergangene Woche im Irak abstürzte. Darunter war etwa der 28-jährige Tyler Simmons, der laut seinem Vater nach einem Ende beim Militär Pilot werden wollte. Charles Simmons hat laut eigener Aussage am Tag vor dem Flugzeugabsturz zuletzt mit seinem Sohn gesprochen. Da habe ihm dieser noch gesagt, wie sehr er ihn liebte, sagte er zu NBC News. Er habe mit Hegseth und auch US-Präsident Donald Trump über den Werdegang und schnellen Aufstieg Tylers beim Militär gesprochen. Die beiden hätten ihm kondoliert und Mitgefühl gezeigt.
Über die Mission des Kriegs an sich soll es aber nicht gegangen sein. Sowohl Hegseth als auch Trump, der sich bereits zuvor mit Angehörigen der ums Leben gekommenen Soldaten getroffen hatte, sagten nämlich, dass sie von den Familien ermutigt worden seien, weiterzumachen. Die Familien seien „unglaubliche Leute“ und jede einzelne Person hätte ihm gesagt, den Job zu beenden, hielt etwa Trump fest. „Nein, ich habe nichts dergleichen gesagt“, widersprach Simmons.
Hier sehen Sie das Posting zu dem Widerspruch des Vaters:
Beamter bestätigt Version
Auch ein Beamter bestätigte diese Version. Der Beamte, der die Treffen Trumps mit Familienmitgliedern mithören konnte, sagte, dass keine einzige Person gesagt hätte, dass die Mission im Iran fortgesetzt werden solle. Veteran Eugene Vindman, der im nationalen Sicherheitsrat während Trumps erster Amtszeit tätig war, meinte, dass er sich das auch nicht vorstellen könne. Die Familien würden schließlich einen tragischen Verlust verarbeiten und noch zu begreifen versuchen, was das für sie persönlich bedeute. An die Mission dächten sie dabei wohl nicht, sagte er, wobei er einwandte, die Gespräche selbst nicht gehört zu haben.
Gespräche über den Krieg gab es in den Familien wahrscheinlich eher vor dem Tod der Streitkräfte. „Papa, ich kann dir keine Einzelheiten nennen, aber wenn die Zivilbevölkerung wüsste, was wir wissen, würde ein Großteil der Kritik aufhören“, soll Tyler Simmons etwa erzählt haben. Beim Absturz des US-Tankflugzeugs im Irak sind sechs Soldaten ums Leben gekommen. Der Vorfall ist laut dem US-Zentralkommando weder auf eigenes noch auf feindliches Feuer zurückzuführen. Denkbar sind ein technischer Defekt, ein Unfall bei der Luftbetankung oder Probleme im Treibstoffsystem. An Bord waren keine Fallschirme, was eine Sicherheitsdebatte entfacht hat.
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