Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit hat am Freitag erstmals offen über ihre Verbindung zu dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gesprochen. Nach ihren eigenen Worten wurde sie von ihm „manipuliert und getäuscht“. Im Interview mit dem norwegischen Sender NRK wurde zugleich deutlich, wie tief Kronprinz Haakon zu seiner Frau steht und wie unbeirrbar er ihr den Rücken stärkt – selbst dann, wenn der öffentliche Sturm gerade besonders heftig tobt.
Trotz der jüngsten Skandale um Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) steht Kronprinz Haakon (52) unbeirrbar an der Seite seiner Frau. In einem gemeinsamen TV‑Interview mit dem Sender NRK betonte der Thronfolger am Freitag, wie wichtig Zusammenhalt gerade in schwierigen Zeiten sei.
„In guten wie in schlechten Tagen“
„Wenn man heiratet, dann in guten wie in schlechten Tagen“, sagte Haakon. „Gerade wenn es stürmisch wird und wir Gegenwind bekommen, brauchen wir ein starkes Fundament, auf dem wir gemeinsam stehen.“ Dieses Fundament habe das Paar in 25 Jahren Ehe aufgebaut.
Mette ist fürsorglich, klug und wirklich stark. Deshalb möchte ich sie immer in meinem Team haben, besonders wenn es herausfordernd wird.
Kronprinz Haakon
Mit warmen Worten würdigte Haakon seine Frau: „Mette ist fürsorglich, klug und wirklich stark. Deshalb möchte ich sie immer in meinem Team haben, besonders wenn es herausfordernd wird.“
Mit seinen deutlichen Worten tritt der norwegische Thronfolger hartnäckigen Spekulationen entgegen, das Paar stecke in einer Krise oder eine Scheidung stehe bevor. Im Interview machten Haakons liebevolle Blicke auf Mette-Marit unmissverständlich klar, dass das Gegenteil der Fall ist: Er steht fest zu ihr – in guten wie in schlechten Zeiten.
Von Epstein „manipuliert und getäuscht“
Mette-Marit ist nach eigenen Worten von dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein „manipuliert und getäuscht“ worden. Es sei für sie sehr wichtig, sich der Tatsache zu stellen, dass sie Epsteins Vergangenheit nicht genauer hinterfragt habe, „und dass ich in diesem Ausmaß manipuliert und getäuscht wurde“, sagte Mette-Marit in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem Sender NRK.
In Ende Jänner veröffentlichten Ermittlungsakten zum Fall Epstein taucht Mette-Marits Name mindestens 1.000-mal auf. Inhalt und Tonfall des von norwegischen Medien veröffentlichten E-Mail-Wechsels aus den Jahren 2011 bis 2014 deuten auf eine gewisse Vertrautheit zwischen der Kronprinzessin und dem Sexualverbrecher hin.
Kritik an „flirtendem Ton“ der Mails
In ihren E-Mails soll die Kronprinzessin Epstein Dinge wie „Du bringst mich immer zum Lächeln“ und „Ich vermisse dich“ geschrieben haben. Der flirtende Ton hatte in Norwegen große Kritik und Gerüchte ausgelöst.
In einem anderen Mail soll Mette-Marit Epstein „Liebestipps“ gegeben haben. Als er ihr schrieb, dass er in Paris auf „Frauenjagd“ sei, soll sie geantwortet haben: „Paris ist gut für Ehebruch. Skandinavierinnen sind die besseren Ehefrauen.“
Der Dialog sei ihr peinlich, sagte die Kronprinzessin NRK: „Das ist ein Geplänkel unter Freunden. Da ist nichts Besonderes dran. Es ist ein kameradschaftlicher Ton und etwas unbedacht.“
„Es war ein freundschaftliches Verhältnis“
„Natürlich wünschte ich, ihn nie getroffen zu haben“, sagte Mette-Marit nun über ihre Bekanntschaft mit Epstein. Jegliche Spekulationen über die Art ihres Verhältnisses wies sie zurück: „Es war ein freundschaftliches Verhältnis. Er war vor allem ein Freund für mich. Wenn Sie wissen wollen, ob die Beziehung anderer Natur war – die Antwort ist Nein.“
Wenn Sie wissen wollen, ob die Beziehung anderer Natur war – die Antwort ist Nein.
Mette-Marit über Epstein
Viele private Sorgen
Die Enthüllungen über Mette-Marits Freundschaft mit Epstein lösten in Norwegen Zweifel an ihrer Eignung als künftige Königin aus. Zudem belastet ein Vergewaltigungsprozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby das norwegische Königshaus. Die Staatsanwaltschaft fordert gut siebeneinhalb Jahre Haft für Høiby wegen Vergewaltigung von vier Frauen und weiteren Gewaltvorwürfen.
Hinzu kommen die massiven Gesundheitsprobleme der Kronprinzessin. Zuletzt hieß es, sie würde wegen ihrer Lungenfibrose eine Lungenfibrose bereits Transplantationskandidatin sein. Es wurde betont, dass sie „viel Ruhe“ benötige.
Beliebtheit des Königshauses gesunken
Wegen der Skandale ist die Beliebtheit des norwegischen Königshauses auf einen historischen Tiefstand gefallen. Nur 60 Prozent der Norwegerinnen und Norweger äußerten in einer aktuellen Umfrage eine positive Meinung über die königliche Familie.
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