Missbrauchs-Vorwürfe
Epstein-Skandal: 20 weitere Opfer melden sich
Bei der Pariser Staatsanwaltschaft haben sich nun weitere mutmaßliche Opfer des US-Milliardärs und Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gemeldet. Insgesamt hätten rund 20 Betroffene Kontakt zu den Ermittlern aufgenommen, erklärte Staatsanwältin Laure Beccuau am Sonntag gegenüber RTL.
Dabei gehe es nicht nur um Opfer des 2019 verstorbenen Epstein. Die Vorfwürfe richten sich auch gegen den Model-Agenten Jean-Luc Brunel und den früheren Chefs der großen Model-Agentur Elite, Gérald Marie.
„Wir hören diese Opfer an, eine gewisse Zahl davon befindet sich im Ausland“, sagte Beccuau. Der sehr gut vernetzte US-Investor und Milliardär Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben.
Daten aus Computern sollen ausgewertet werden
Nach der Veröffentlichung Tausender Akten zu Epstein durch die US-Regierung hatte die Pariser Staatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Dabei geht es insbesondere darum, diejenigen zu identifizieren, die es dem US-Milliardär ermöglichten, seine Verbrechen auch in Frankreich zu verüben – etwa indem sie ihn mit potenziellen Opfern in Kontakt brachten.
Von den Beschuldigten in Frankreich wurde laut der Staatsanwältin noch niemand befragt. Zuvor sollten ihre Beziehungen zu Epstein genauer ermittelt werden, sagte Beccuau. Dazu soll die Auswertung von Daten aus Epsteins Computer, seiner Telefonate und Adressbücher beitragen.
Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.









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