Am Osterwochenende findet im Salzburger Messezentrum die zweite türkische Kulturmesse statt. Der Ruf nach einer Absage der Veranstaltung wird immer lauter. Geladene Gäste hätten sich terrorverharmlosend geäußert oder fordern gar ein Kopftuch für Kinder.
Als verlängerter Arm der erzkonservativen Milli-Görüş-Bewegung (IGMG) wird der Veranstalter der türkischen Kulturmesse in Salzburg, die ALIF Linz, von Experten eingestuft. Institutionen wie die Dokumentationsstelle Politischer Islam sehen die islamischen Föderationen, wie eben den Linzer Ableger, schon längere Zeit kritisch. Bei ihren Messen, etwa in Dornbirn, hat es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben. So wurde Nazi-Literatur auf Ständen verkauft und israelfeindliche Botschaften offen vertreten.
„Es geht nicht um Einzelfälle“
Eine Absage der Messe, die zu Ostern in Salzburg über die Bühne gehen soll, fordern die Freiheitlichen – die „Krone“ hat berichtet. Gerade die geladenen Redner und Künstler sorgen für heftige Kritik, ja sogar Verwunderung. „Es geht nicht um Einzelfälle, sondern um Personen und Strukturen, die Parallelgesellschaften festigen und Integration unterlaufen“, so Salzburgs FPÖ-Chefin Marlene Svazek.
Bei der zweiten Ausgabe der Veranstaltung soll etwa eine Kinderbuchautorin auftreten, die sich offensiv für das Tragen des Kopftuchs für Frauen einsetzt. Sie empfiehlt im Übrigen auch die Verschleierung schon bei Kindern. Weiters ist etwa ein Erdogan-naher Sänger geladen, der in Liedern den Hamas-Terror verharmlost, oder ein türkischer Fernsehstar, der ihm um nichts nachsteht.
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