Drei Jugendliche standen vor dem Salzburger Landesgericht. Die Vorwürfe: massive Tierquälerei auf einer Geburtstagsfeier! Die Vorgänge im Gerichtssaal: ebenso bizarr wie kurios. . .
Die Anschuldigungen waren schockierend, beim Verlesen der Anklage blieb einem der Mund offen stehen: Bei einer Geburtstagsfeier im Haus einer Bekannten sollen drei Salzburger Jugendliche im vergangenen Oktober deren Katze geschnappt haben und sie in einen Polsterüberzug gesteckt haben. Dann hat das Trio mit dem wehrlosen Tier Fußball gespielt – so stand es zumindest in der Anklageschrift.
Beim Prozess am Landesgericht bestritten alle Burschen dieser Tage die Vorwürfe vehement. Einer meinte gar: „Ich habe eine Katzenallergie. Als das Tier ins Zimmer gekommen ist, bin ich raus eine Zigarette rauchen.“ Ein Zeuge – er war ebenfalls Gast auf der Geburtstagsfeier – gab zwar zu Protokoll, dass die Tierquälerei stattgefunden habe. Aber: „Ich kann nicht genau sagen, ob es die drei Angeklagten waren. Und Fußball gespielt ist zu viel gesagt. Sie haben den Polster so ein bisserl hin und her geschoben.“ Zwei andere Partygäste meinten im Zeugenstand hingegen, dass sie „nichts mitbekommen“ haben. Kurios wurde es, als die Katzenbesitzerin ihre Aussage machte: Sie wisse eigentlich gar nicht, was sie hier machen solle. „Der Katze geht’s gut. Ihr fehlt gar nix“, meinte sie lapidar.
Nach einigem Hin und Her stellte sich vor Gericht heraus, dass eine Bekannte der Katzenbesitzerin Alarm geschlagen hat. Bloß: Die Betroffene war bei der Feier nicht einmal anwesend.
Da konnte selbst die Richterin nur noch den Kopf schütteln. Freispruch im Zweifel.
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