Im Konkursverfahren der 123 Shared Mobility GmbH mit Sitz in Ternitz (Niederösterreich), Betreiber der Marke 123-Transporter in Österreich, haben bisher mehr als 1500 Gläubiger 7,1 Millionen Euro an Forderungen angemeldet. Der Großteil sind nicht zurückgezahlte Kautionen von Kunden.
Von den bisher geforderten 7,1 Millionen Euro habe die Insolvenzverwalterin 1,7 Millionen Euro anerkannt, teilte der KSV1870 nach einer Prüfungstagsatzung am Donnerstag am Landesgericht Wiener Neustadt mit. Die Quotenaussichten seien gering, hieß es.
Unternehmen wurde geschlossen
Ursprünglich war am 6. Oktober des Vorjahres ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Unternehmen eröffnet worden. Das Unternehmen wurde geschlossen.
Investorensuche gescheitert, Sanierungsplan zurückgezogen
Nach einer gescheiterten Investorensuche wurde der Sanierungsplan Ende 2025 zurückgezogen, seitdem handelt es sich um ein Konkursverfahren. „Einen Großteil der angemeldeten Forderungen machen Rückforderungsansprüche aufgrund hinterlegter Kautionen von Kunden aus. Bedauerlicherweise müssen die Quotenaussichten der Insolvenzgläubiger aus heutiger Sicht als gering eingestuft werden“, sagte Alexander Greifeneder vom KSV1870.
Bedauerlicherweise müssen die Quotenaussichten der Insolvenzgläubiger aus heutiger Sicht als gering eingestuft werden.
Alexander Greifeneder vom KSV1870
Schwere Betrugsvorwürfe
Gegen den Geschäftsführer des Verleihunternehmens wird unterdessen wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs und Veruntreuung ermittelt. Viele Konsumenten warten derzeit auf die Rückzahlung abgebuchter Beträge, die je nach Mietdauer bei 500 oder 1000 Euro lag, hieß es von der AK Oberösterreich.
In den Wochen vor der Insolvenz berichteten Betroffene laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) von der Abbuchung von Vertragsstrafen durch 123-Transporter wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rauchen im Fahrzeug.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.