Ganze 14 Ortsteile zählt Taxenbach. Damit die Bewohner innerhalb der Pinzgauer Gemeinde von A nach B kommen, setzt der Bürgermeister auf ein Mikro-Öffi-System in Form von Mini-Bussen. Dafür nimmt die Gemeinde trotz Kostendruck viel Geld in die Hand.
14 Ortsteile gibt es in der Pinzgauer Gemeinde Taxenbach. Die einzelnen Weiler sind schön verteilt auf das dortige Salzachtal und die emporragende Bergwelt der Hohen Tauern. Gut die Hälfte der 2825 Einwohner lebt im Ort selbst, in Högmoos und in Eschenau. Und jetzt wird es mit der Verkehrsanbindung kompliziert: Denn der Rest verteilt sich auf die elf anderen Ortsteile.
45.000 Euro für Mikro-Öffis
Aus diesem Grund ist Bürgermeister Johann Gassner (ÖVP) stolz, hier eine Lösung gefunden zu haben: „Wir haben lang daran gearbeitet, unsere Bürger vom Berg in den Ort, zu den Öffi-Haltestellen und zu den Bahnhöfen zu bringen.“ Mit dem neuen Mikro-Öffi-System – gemeinsam mit Lend und Dienten – funktioniert das. 45.000 Euro lässt sich die Gemeinde das kosten. Gassner erklärt: „Wir haben so 25 zusätzliche Haltestellen geschaffen. Und es wird super angenommen, ich habe sehr viele positive Rückmeldungen bislang.“
Auch für die Kleinsten im Ort gibt es Busse
Damit nicht genug: Die Gemeinde hat vier Kinderbusse, die Schüler und Kindergartenkinder abholen und heimbringen. 60.000 Euro bezahlt die Gemeinde pro Jahr für den Bus. Das Land hat diesbezüglich die Zuschüsse gestrichen. Der Elternbeitrag ist wegen des Entfalls der Landeszuschüsse von 25 auf 40 Euro pro Monat gestiegen. Gassner stellt klar: „Wir zahlen ohnehin 80 Prozent der Gesamtkosten.“
Darüber hinaus hat Taxenbach noch einen Bürgerbus: Für 2,50 Euro pro Fahrt bringt dieser weniger mobile Menschen zum Arzt, zum Einkaufen, zur Bank. Gassner sagt: „Je weniger mit dem Auto fahren müssen, desto besser.“ Aus demselben Grund hat Taxenbach auch eine Vorreiterrolle beim Klimaticket: Seit Einführung gibt es dieses kostenlos zum Ausleihen am Gemeindeamt.
Bürgermeister: „Das ist es uns wert!“
Bei einem Budget von circa 10,5 Millionen Euro und Investitionen für ein Feuerwehrhaus von 1,8 Millionen Euro fallen die Ausgaben für das Öffi-Angebot durchaus ins Gewicht. Aber der Ortschef sagt „Das ist es uns allemal wert!“
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