In einer neuen Folge „Message macht Medien“ spricht krone.tv-Podcaster Gerald Fleischmann mit dem deutschen Journalisten Julian Reichelt über die Zukunft der Medien, politische Narrative und Migration. Der ehemalige „Bild“-Chefredakteur kritisiert klassische Medien und Europas Flüchtlingspolitik scharf.
Zu Beginn erklärt Reichelt, warum er Plattformen wie YouTube als neue Form des Fernsehens sieht. Die Medienlandschaft verändere sich zusehends. In Deutschland werde diese Entwicklung noch unterschätzt, während sie in den USA längst Realität sei: Das „neue Fernsehen“ geschehe über digitale Verbreitungsplattformen.
Ein weiteres Thema ist der Umgang mit politischen oder prorussischen Narrativen, die laut Fleischmann auch von Trump und rechtspopulistischen Gruppen in Europa aufgegriffen würden. Reichelt warnt vor pauschalen Vorwürfen. „Ich glaube, manche in der AfD und in der FPÖ erzählen ein Kreml-Zeug, das ich befremdlich finde“, sagt er, lehnt aber die Darstellung ab, diese Parteien seien grundsätzlich „ein Arm Moskaus“.
Präsident Wladimir Putin trage für ihn klar die Verantwortung für schwere Verbrechen. „Natürlich trägt Putin in oberster politischer Verantwortung auch für Kriegsverbrechen Verantwortung“, erklärt er und verweist auf eigene Erfahrungen als Reporter im Syrienkrieg.
Auch Migration, politischer Islamismus und Klimapolitik sind Thema. Der Journalist warnt vor den gesellschaftlichen Folgen unkontrollierter Migration, bezeichnet die Grenzöffnung in der Migrationskrise als „zivilisatorischen Fehler“ und sieht Israel als zentralen Verbündeten des Westens. „Israel ist die Frontlinie des freien Westens.“ In der Klimadebatte erkennt er zwar menschliche Einflüsse auf das Klima an, zweifelt aber an der Wirksamkeit politischer Steuerung und plädiert stattdessen für Technologieoffenheit – vor allem für Atomenergie.
Klar wird dabei vor allem eines: Die Diskussion über Medienmacht, Politik und gesellschaftliche Entwicklungen wird immer schärfer – und neue Plattformen mischen dabei kräftig mit.
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