Horrende Kosten

Ideenwettbewerb für billigere Feuerwehr-Fahrzeuge

Oberösterreich
17.03.2026 09:00

Bis zu 30 Prozent höhere Kosten binnen zwei Jahren: Die Preisexplosion macht auch Einsatzkräften und Gemeinden große Sorgen. Eine interessante Initiative für Autos „von der Stange“ aus Oberösterreich könnte Einsatzorganisationen helfen, viel Geld zu sparen.

Zum großen „Fahrzeuggipfel“ lud der Österreichische Feuerwehrverband unter Präsident Robert Mayer, der bekanntlich auch oberster Florianijünger von Oberösterreich ist. Denn die Kosten für die Ausrüstung, speziell für die Fahrzeuge, laufen den 4767 Feuerwehren und den Gemeinden, die diese zum Großteil bezahlen müssen, davon. So sei ein Standard-Fahrzeug in den vergangenen zwei Jahren um bis zu 150.000 Euro, bzw. rund ein Drittel teurer geworden.

Bis zu 150.000 Euro Rabatt herausverhandelt
Sammelbestellungen, wie sie in Niederösterreich stattfanden, als gleich 50 Löschfahrzeuge auf einen Schlag bestellt und so bis zu 150.000 Euro Rabatt je Wagen herausverhandelt wurde, sind eine Idee.

Feuerwehr im Einsatz
Feuerwehr im Einsatz(Bild: Kerschbaummayr Werner)

Eine zweite kommt aus Oberösterreich und wird nun bereits das zweite Jahr erprobt: Fahrzeuge „von der Stange“, sprich Standard-Autos. „Dies spart bei den Wehren bis zu 1000 Arbeitsstunden, die bisher für die Planung, Konzeption und Ausschreibung nötig waren“, sieht man beim oö. Landesfeuerwehrkommando einen weiteren Vorteil.

Enorme Preisunterschiede
Durch das OÖ-Modell konnten Preisunterschiede – bis zu 160.000 Euro für ein und das gleiche Fahrzeug – ausfindig gemacht und eingespart werden. „Wir schaffen so auch eine starke Verhandlungsposition gegenüber Herstellern“, sagt Mayer, der die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit für die Feuerwehrausrüster und Entlastung von FF- und Gemeindebudgets sucht. Dafür gibt’s auch einen Reparaturbonus für FF-Autos, damit diese länger als durchschnittlich zehn Jahre im Einsatz bleiben können.

„Krone“-Kommentar
Sparefroh trifft Kameradschaft

Das Feuerwehrwesen ist eine „heilige Kuh“, doch der Sparzwang wird das Nachdenken beschleunigen. Das Wort „zusammenlegen“ nimmt sicher kein Politiker in den Mund, 95.000 Feuerwehrleute in OÖ samt Angehörigen sind eine Menge Wählerstimmen. In Gemeinden kann ein Bürgermeisteramt von den Florianis abhängen.

(Bild: Krone KREATIV/Alexander Schwarzl, Markus Wenzel)

Doch muss nicht jede Wehr ihr eigenes Süppchen kochen. Da geht’s mit den Standard-Autos in die richtige Richtung. Es braucht keinen Wettbewerb, wer das schönste und größte Fahrzeug hat, wenn im Gegenzug der Sparefroh eine Gefahr für die Kameradschaft im Ort wäre.

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