Nur 21 von 32 Notarztstützpunkten werden in NÖ ab April 2027 übrig bleiben, beschloss die Landespolitik. Als Ersatz für die elf eingesparten Mediziner sollen besser ausgebildete Sanitäter an 86 Standorten kommen. Die Samariter bieten nun österreichweit einzigartig eine kompakte Ausbildung, die weniger als ein Viertel der Zeit benötigt.
Die Pläne des NÖ Gesundheitspaktes sind klar und von der Politik beschlossen. Elf der landesweit 32 Notarzt-Stützpunkte sollen, wie berichtet, gestrichen werden. Als „Ersatz“ sind 86 Standorte mit besser ausgebildeten Sanitätern – Fachbegriff: Notfallsanitäter Venenzugang und Infusion (NKV) – vorgesehen.
Kampf gegen die Zeit
Das Vorhaben, diese Einsatzkräfte rechtzeitig auszubilden, sei „sehr ambitioniert“, sagen Kritiker. Denn „normale“ Sanitäter brauchen in der Praxis zwei bis drei Jahre, bis sie die Ausbildung zum NKV abschließen können, wird dabei angemerkt.
Im Kampf gegen die Zeit habe man bereits seit Längerem begonnen, die Ausbildung zu optimieren und zu verbessern, kündigt Samariterbund-NÖ-Präsident Hannes Sauer nun eine, neue, bundesweit einzigartige Möglichkeit an, dass Sanitäter in nur sechs Monaten zum Notfallsanitäter mit Venenpunktion ausgebildet werden.
Einzige Organisation in ganz Österreich
„Diese geblockte Form bieten wir erstmals und derzeit als einzige Organisation in ganz Österreich an“, zeigt sich auch der Leiter der Rettungsschule Niederösterreich, Harald Radschopf, stolz. Dort wird die intensive Ausbildung angeboten. Sanitäter würden damit realistisch in sechs Monaten zum Notfallsanitäter mit Venenzugang und Infusion weiter geschult werden können, betont man beim Samariterbund.
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