Bezirk Liezen

Tourismus als Turbo, Sorge um Abwanderung

Steiermark
14.03.2026 04:49
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Vor allem dank seines starken Tourismussektors steht der Bezirk Liezen wirtschaftlich besser da als viele vergleichbare ländliche Regionen. Die Kennzahlen gingen in den vergangenen steil nach oben. Sorge bereitet aber vor allem die demografische Entwicklung. 

Liezen ist nicht nur der flächenmäßig größte Bezirk Österreichs, sondern auch der touristische Motor der Steiermark. Das wurde bei einer Veranstaltung des Tourismusverbands Schladming-Dachstein mit vielen Zahlen, präsentiert von Ewald Verhounig (Wirtschaftskammer), untermauert.

So ist seit 2013 (dem Jahr der Ski-WM) die jährliche touristische Wertschöpfung in der Region um mehr als 70 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Beschäftigung hat sich seit 1971 nahezu verdreifacht: Etwa 13,7 Prozent der Beschäftigten sind dabei direkt im Tourismus tätig – der Steiermark-Schnitt liegt zum Vergleich bei 4,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist unterdurchschnittlich.  

Herbert Kolb (Vorstandsdirektor Raiffeisenbank Schladming-Gröbming), Christian Hollinger ...
Herbert Kolb (Vorstandsdirektor Raiffeisenbank Schladming-Gröbming), Christian Hollinger (WKO-Regionalstelle), Ewald Verhounig, Moderatorin Claudia Aichhorn-Edler, Mathias Schattleitner und Andreas Keinprecht (von links).(Bild: Martin Huber)

Gezählt werden zuletzt drei Millionen Nächtigungen und 750.000 Tagesgäste. Der Sommer ist übrigens beinahe schon ebenbürtig mit der Wintersaison – das Ennstal hat sich also zur Ganzjahresdestination entwickelt. 

Abwanderung könnte zum Problem werden
Der Osten des Bezirks Liezen ist von Industrie und Handwerk geprägt – auch das trägt zur guten Entwicklung bei. Aber es gibt auch Herausforderungen, insbesondere die Demografie. Zwar wurde zwischen 2020 und 2025 kaum Abwanderung festgestellt, bis 2040 sind aber vier Prozent weniger Einwohner prognostiziert. Ungünstig sind zudem die geografische Lage und die ausbaufähige Anbindung via Schiene und Straße. 

„Tourismus ist kein Selbstläufer“
„Der Tourismus ist die Lebensader unserer Region Schladming-Dachstein“, betonen Andreas Keinprecht, Vorsitzender des Tourismusverbands, und Geschäftsführer Mathias Schattleitner: „Gleichzeitig wissen wir, dass eine erfolgreiche Zukunft des Tourismus kein Selbstläufer ist. Mit unserer Strategie Next Level verfolgen wir deshalb eine klare Richtung für die Weiterentwicklung der Destination – mit Fokus auf Qualität, Innovation und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.“

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