Am 21. und 22. März

In 160 Jahren vom Vieh- zum Familienmarkt

Kärnten
15.03.2026 13:00

Der Josefimarkt in der Südkärntner Gemeinde Eberndorf findet heuer am 21. und 22. März statt. Das lustige Treiben hat seinen Ursprung schon vor 160 Jahren.

Fahrgeschäfte, Südkärntner Salami und „Tschreapn“, die es sonst nirgends mehr gibt: Der Josefimarkt in Eberndorf hat einen ganz besonderen Charme für Jung und Alt. Heuer feiert er sein 160-jähriges Bestehen.

Früher war der Markt eine Tauschzentrale für Landwirte; Wurstwaren, Käse oder sogar Tiere wurden gehandelt. „Kuh und Pferd schauen“, hieß es damals bei den Bauern. Alles, was im Winter hergestellt oder bevorratet wurde, wurde gegen alltägliche Gebrauchsgegenstände getauscht.

Stattgefunden hat er immer schon rund um den 19. März, den Tag des Heiligen Josef. Dieser ist einerseits bekannt als Schutzpatron der Ehe, aber vor allem der Arbeiter. An welchem Tag genau gefeiert wird, steht in der „Josefimarktordnung“, die die Gemeinde Eberndorf 1998 erlassen hat: „Der Josefimarkt findet jeweils am Samstag und Sonntag nach dem 19. März, ist der 19. März ein Samstag oder Sonntag, dann an diesem Wochendende, statt. Fällt aber der 19. März in die Karwoche, so findet der Markt eine Woche früher statt.“

Für Große und kleine Besucher gibt’s danach Salami, Torte und mehr.
Für Große und kleine Besucher gibt’s danach Salami, Torte und mehr.(Bild: Evelyn Hronek )
Marktreferent Kutej mit Sabrina Fishchuk-Zunk vom Tourismusverband
Marktreferent Kutej mit Sabrina Fishchuk-Zunk vom Tourismusverband(Bild: Evelyn Hronek)

„Heute ist der Josefimarkt ein Markt für die gesamte Familie“, freut sich Marktreferent Andreas Kutej, der auf viele Besucher und Sonnenschein hofft. Die vielen Krämerstände bieten bunte Spielsachen, Bauern bringen ihre Köstlichkeiten, Unternehmer präsentieren sich auf der Wirtschaftsmesse und in den Zelten darf der Frühlingsbeginn gefeiert werden. Start am Wochenende nach dem JosefitagDer gesamte Ortskern wird am 21. und 22. März zu einem Fest – und alle Unternehmer, Bauern und Bewohner machen mit. Los geht es am Samstag um 14 Uhr mit dem Bieranstich beim Vorplatz des Gasthofs Kirchenwirt-Kolleritsch. „Kulinarisch bietet der Josefimarkt alles, was das Herz begehrt“, sagt Kutej. Für Süße gibt’s beim Café Reinhart „Josefitorte“, beim Jesuscafé der Pfarrjugend werden Cremeschnitten aufgetischt. Und wer er traditionell will, wärmt sich mit der traditionellen „Josefisuppe“ (siehe unten).

Anders als bei Veranstaltungen in anderen Gemeinden ist das Parken in Eberndorf übrigens während der Marktzeit – und an den ausgewiesenen Plätzen – kostenlos.

Eine heiße Tradition mit geheimen Zutaten
„Am besten bestellt man beide und vergleicht selbst, welche die beste ist“, witzelt Marktreferent Andreas Kutej. Er kennt die Geheimzutaten in der traditionellen Josefisuppe selbstverständlich auch nicht. Gekocht wird sie nämlich bereits seit Jahren vor allem in zwei Eberndorfer Küchen auf recht unterschiedliche Art und Weise – nur die Basis bleibt: „Grundsätzlich ist es natürlich eine Kartoffelsuppe, die dann verfeinert wird“, erklärt Otto Partl. In seinem Familienbetrieb wird ebenso gekocht, wie beim Gasthof Kolleritsch.

Die Josefisuppe wird nach Geheimrezept gekocht.
Die Josefisuppe wird nach Geheimrezept gekocht.(Bild: Evelyn Hronek)

Bei Partl kommen Jauntaler Salami und Pilze aus der Dobrowa in die Suppe. Alle Zutaten kommen aus der Region, mehr verrät der Unternehmer nicht.

Er freut sich auf den Markt: „Für uns startet mit dem Josefimarkt das Wirtschaftsjahr. Und auch heuer erwarten wir ein gutes Geschäft. Wenn das Wetter passt, ist der Ort voll!“ Und dieser Wunsch dürfte sich erfüllen – die Josefitage werden sonnig und trocken.

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