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„Krone“ in Kiew

Bürgermeister Vitali Klitschko: „Träume von Tirol“

Außenpolitik
06.03.2026 05:30

Wegen des Kriegs im Nahen Osten ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine medial zuletzt in den Hintergrund gerückt. Doch für die Menschen in Kiew ist er bittere Realität. Sie leben Tag für Tag und Nacht für Nacht mit der Bedrohung und dem Tod. Bestattungen gefallener Soldaten sind in den Kirchen an der Tagesordnung. Luftalarme, Raketen und Drohnen belasten eine Stadt, die auch nach dem härtesten Winter nicht zur Ruhe kommt.

„Krone“-Redakteur Vergil Siegl hatte am Mittwoch im Rahmen einer österreichischen Wirtschaftsdelegation die Gelegenheit, mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko zu sprechen. Das Interview drehte sich um sein Verhältnis zu Präsident Selenskyj, den Wiederaufbau – und immer wieder um Österreich. Klitschko, der viele Jahre in Tirol verbrachte, spricht Deutsch, liebt das Bergdorf Going am Wilden Kaiser und hat sich nahe Kiew sogar eine kleine Hütte aus österreichischem Zirbenholz gebaut. Der Traum des 54-jährigen ehemaligen Boxweltmeisters: in Friedenszeiten wieder ein paar Tage in Tirol verbringen zu können.

„Krone“: Herr Klitschko, wie beurteilen Sie den Krieg im Nahen Osten? Was bedeutet er für den Krieg in der Ukraine?
Vitali Klitschko: Jeder Krieg ist schlecht. Und jeder spürt schon jetzt, dass die Preise für Öl und Gas wieder in die Höhe schießen. Aber eines weiß ich: Die Kamikaze-Drohnen mit dem iranischen Namen „Shahed“ haben sehr viele unserer Bürger getötet und viele Wohnhäuser zerstört. Der Iran war und bleibt ein Partner der aggressiven russischen Politik. Doch ich hoffe, dass wieder Stabilität in den Nahen Osten kommt, auch für die Energiesicherheit in Europa und in der Ukraine.

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