Heute ist Europatag. In allen 27 Mitgliedsstaaten werden Fahnen gehisst, es finden Konzerte, Diskussionen und kulturelle Events statt. Die EU-Kommission und das Europäische Parlament laden zu Tagen der offenen Tür. Auch in Österreich wird an die Errungenschaften und Werte der Europäischen Union erinnert – Samstagabend auch in einer Fernseh-Ansprache des Bundespräsidenten: Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit.
Da passt es gut, dass Péter Magyar 250 Kilometer östlich nach 16 Jahren der Autokratisierung vor dem ungarischen Parlament in aller Öffentlichkeit als neuer Ministerpräsident vereidigt wird. Ungarn rückt damit zurück in die demokratische Mitte.
Und was gibt es für uns, für 450 Millionen Europäerinnen und Europäer (mehr als die USA oder Russland Einwohner haben) zu feiern? Jede Menge. Wir können zum Beispiel sicher sein, dass in der EU niemals ein souveräner Staat angegriffen wird und Hunderttausende unschuldige Menschen sterben müssen. Wir können sicher sein, dass in der EU kein Mensch, der seinen Job oder seine Wohnung verliert, fallen gelassen und der Armut preisgegeben wird. Niemandem wird eine Operation verwehrt, weil er keine goldene Kreditkarte zücken kann. Uns überwacht kein „Big Brother“ auf Schritt und Tritt oder lässt ab und zu jemanden von uns einfach verschwinden. Und kein Oppositioneller muss fürchten, vergiftet oder eliminiert zu werden.
Damit das nicht passieren kann, sind in unserer europäischen Verfassung Werte festgeschrieben: Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Menschenwürde, Pluralismus, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität. Daran sollten wir uns erinnern, wenn die EU wieder einmal schlechtgeredet und schlecht geschrieben wird. Nicht nur an diesem 9. Mai. Sondern jeden Tag.
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