In Tamsweg soll bis 2027 ein konsolidiertes Budget stehen. Künftig werden jedenfalls alle Generationen eine Rolle spielen: Der Kindergarten-Neubau steht auf der Agenda ganz oben, wie Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger (ÖVP) in der „Krone“-Gemeindeserie betont.
In Tamsweg ist man auf ein nobles Provisorium stolz. Seit Herbst schwärmen in Schloss Kuenburg kleine Schlossfräulein und -herren aus. Weil ein privater Träger sein Kindergarten-Angebot reduzierte, stockte die Gemeinde im historischen Gemäuer auf. Langfristig wird aber ein Kindergarten-Neubau geplant. „Das Projekt steht“, betont Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger (ÖVP), dass alles fertig in der Schublade liegt. Beim bereits leer stehenden Wispelhof soll auf Gemeindegrund unweit von Seniorenheim und Krankenhaus ein Neubau entstehen. Dem Ortschef schwebt ein Generationen-Projekt mit wertvollen Synergien vor.
Der Budget-Rahmen liegt in Tamsweg bei rund 28 Millionen Euro (inklusive Krankenhaus). Der größte Brocken sind soziale Transferzahlungen. Pfeifenberger: „Mehr als zwei Millionen Euro bewegen wir im Jahr alleine bei der Kinderbetreuung.“ Die Finanzen werden gerade auf Herz und Nieren geprüft. Pfeifenberger: „Bis 2027 wollen wir ein konsolidiertes Budget haben.“
Zu den größten Ausgaben zählen Abgänge beim Hallenbad, der Badeinsel. Das Defizit lag zuletzt bei 650.000 Euro. „Unser Ziel ist es, das zu halbieren“, so der Ortschef. Er erinnert: „Die Einrichtung ist für den ganzen Lungau da. Es kann nicht sein, dass Tamsweg das alles trägt.“ Alleine über die Tourismuscard waren es 11.000 Zutritte.
Es gibt im Lungauer Bezirkshauptort attraktive Arbeitgeber: Vom Krankenhaus oder der Kaserne (der Standort scheint dauerhaft gesichert zu sein) bis zu Tourismus mit mehreren Leitbetrieben und Nahversorgung ist Angebot da. Auch Impulse wie das neue „Co-Working-Space“ werden gut angenommen. „Wir sind dort bereits voll ausgelastet“, freut sich Pfeifenberger.
An Bund und Land hat er einen Appell: „Gemeinden mit neuen Aufgaben einzudecken und den finanziellen Rahmen nicht anzupassen – das läuft so nicht.“
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