„Krone“-Gemeindeserie

„Bei Baukosten kann mir kaum wer etwas vormachen“

Kleine Gemeinde, große Ideen! Bürgermeister Andreas Fanninger hat mit Unternberg im Lungau einiges vor. Das moderne Feuerwehrhaus ist fertig. Neue Flächen für Gewerbe und Wohnungen sind im Entstehen. 

Am Montag hat Andreas Fanninger (FPÖ) mit dem Ausliefern angefangen. So hat er es angekündigt und auch Wort gehalten. Der Bürgermeister von Unternberg hat nämlich Essen auf Rädern für Senioren in seine Gemeinde gebracht. Und als Beweis, wie ernst es ihm ist, hat er die erste Woche gleich selbst den Fahrtendienst übernommen.

„Das ist für mich eine Ehrensache“, sagt der Ortschef. Künftig will er auf ein Netzwerk von Freiwilligen zurückgreifen, das Essen aus dem Seniorenheim in Mauterndorf dann ausfährt.

Unternberg

  • Einwohner 1042
  • Fläche 19 km²
  • Bezirk Lungau

Zwei Gebäude mit je neun Wohnungen geplant
Seit der letzten Wahl ist Fanninger Freiheitlicher Bürgermeister in der Lungauer Gemeinde. Davor war der 45-Jährige im Baugewerbe tätig und hat Infrastrukturbaustellen in ganz Europa gesehen. Seinen früheren Beruf hat er aufgegeben. Oft war er wochenlang weg. Der Lungauer Heimat ist er stets verbunden geblieben. Fanninger war lange Samsonträger und ist seit 30 Jahren bei der Feuerwehr.

Das neue Feuerwehrhaus ist schon seit Februar fertig
Das neue Feuerwehrhaus ist schon seit Februar fertig(Bild: Roland Holitzky)

Die Arbeit am Bau kommt ihm jetzt auch zugute. „Bei Kosten und Kalkulationen von Bauprojekten kann man mir nicht so leicht was vormachen“, schmunzelt er. Das Feuerwehrhaus ist seit Februar fertig. 2,8 Millionen Euro sind in den modernen Bau geflossen. Unternberg steuerte 600.000 Euro bei. Die Schlussrechnung fehlt noch.

Gemeinsam mit der Salzburg Wohnbau soll demnächst der Baustart für zwei Gebäude mit insgesamt 18 Wohnungen erfolgen. „Wir brauchen Wohnraum, denn wir wachsen. Langsam, aber doch“, sagt Fanninger. 570 Arbeitsplätze sind es aktuell, die Unternberg mit all seinen Betrieben aufweist. Vom Pharmaunternehmen Nutropia bis zum großen Holzbetrieb Binder.

Im Gewerbegebiet West kommen noch heuer Flächen dazu. Sie werden für weitere Betriebe aufgeschlossen. Nicht ohne auf die Natur zu schauen. Denn Unternberg ist im Lungau eine wichtige Pilotgemeinde in Sachen Klimawandelanpassung.

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