Moderne Haltestelle

Umgestaltung Bregenz Hafen: Jetzt sind alle happy

Vorarlberg
24.02.2026 13:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Stadt Bregenz, das Land Vorarlberg und die ÖBB haben am Dienstag die Planungsvereinbarung für die Umgestaltung der Bahnhaltestelle Bregenz Hafen unterschrieben. Von der Modernisierung werden nicht nur die Fahrgäste profitieren. 

Rund 4100 Fahrgäste steigen an der Haltestelle Bregenz Hafen täglich in oder aus dem Zug, somit zählt sie zu den zehn meistfrequentierten in Vorarlberg. Mit 130 Zügen täglich ist Bregenz Hafen ein zentraler Start- und Endpunkt für den Personennahverkehr im Rheintal und Walgau. Allerdings mit einem großen Manko versehen: Denn Bregenz Hafen ist die letzte Haltestelle im Rheintal, deren Bahnsteige noch nicht für den Einsatz längerer Züge ausgelegt sind.

Planungsvereinbarung unterzeichnet
Doch schon bald sollen auch dort die modernen Doppelgarnituren des Typs Desiro ML uneingeschränkt ein- und abfahren können: Am Dienstag haben die Stadt Bregenz, das Land Vorarlberg und die ÖBB-Infrastruktur AG eine gemeinsame Grundsatz- und Planungsvereinbarung für die Umgestaltung der Haltestelle unterzeichnet. Sie schafft eine klare Grundlage für die weitere Projektentwicklung und regelt Zuständigkeiten sowie die Finanzierung der nächsten Planungsschritte. Für die Planungsleistungen sind rund 1,2 Millionen Euro netto vorgesehen, die Inbetriebnahme der neuen Mobilitätsdrehscheibe ist für das Jahr 2032 geplant.

Kaum Eingriffe in die bestehende Infrastruktur
Nachdem die ursprünglichen Planungen aufgrund massiver Eingriffe in die bestehende Infrastruktur für Kritik gesorgt hatten, haben die ÖBB eine Alternativvariante erarbeitet, mit der nun alle Proponenten zufrieden sind. Der Bahnsteig und das Wendegleis werden sowohl in Richtung Norden als auch in Richtung Bahnhof Bregenz verlängert. Dadurch entsteht die erforderliche Bahnsteiglänge von 220 Metern. In diesem Zusammenhang wird die bestehende Eisenbahnkreuzung, die derzeit als Bahnsteigzugang dient, aufgelassen. An ihre Stelle tritt eine neue, moderne Fuß- und Radwegunterführung, die einen durchgehend barrierefreien Zugang zum Bahnsteig schafft. Aufzugsanlagen ermöglichen künftig einen komfortablen Zugang für mobilitätseingeschränkte Personen, Fahrgäste mit Kinderwagen oder Gepäck sowie für Radfahrende.

Alles andere als einladend: der derzeitige Zugang zur Haltestelle.
Alles andere als einladend: der derzeitige Zugang zur Haltestelle.(Bild: Michael Fritscher)

Gefahrenstelle wird entschärft
Gleichzeitig wird der Schnittpunkt zum Bodenseeradweg, an dem es immer wieder zu Unfällen kam, entschärft. Ergänzend ist im nördlichen Bereich der Haltestelle eine neue „Bike+Ride-Anlage“ inklusive eines zusätzlichen, barrierefreien Bahnsteigzugangs geplant. Bregenz-Bürgermeister Michael Ritsch ist mit der gefundenen Lösung jedenfalls happy: „Besonders wichtig war uns, dass die gewählte Variante mit minimalen Eingriffen in die bestehende Infrastruktur sowie in den sensiblen Bereich der Pipeline umgesetzt werden kann. Insgesamt stärkt diese Lösung den öffentlichen Verkehr und erhöht die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich spürbar.“

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