Internet-Attacken

Erstes “Phishing”-Opfer in Oberösterreich

Österreich
02.01.2006 16:32
Zwei Fälle in den letzten Dezembertagen haben gezeigt, dass auch Oberösterreicher Opfer neuer Formen der Internet-Kriminalität geworden sind: In einem Fall wurde ein Mann aus Enns ein Opfer des so genannten Phishings, in einem zweiten Zwischenfall durchschaute ein Welser die üblen Absichten eines Hackers gerade noch rechtzeitig.

Durch eine E-Mail aufgefordert, hat der Mann aus Enns seinen Sicherheitscode per E-Mail für Banküberweisungen bekannt gegeben. Die Täter fackelten nicht lange und nützten den erhaltenen Code sofort. Binnen 48 Stunden ist eine Überweisung in der Höhe von 3.000 Euro auf ein Londoner Geldinstitut verbucht worden. Die Täter übernahmen diesen Betrag aber nicht selbst, sondern haben sich gegen Provision eines ahnungslosen Kontoinhabers benützt. 

Welser überlauert üble Absichten
Der zweite Fall betrifft einen Welser, der während eines Überweisungsvorganges vom System zuerst nach einem zweiten und dann auch noch nach einem dritten Code gefragt wurde. Der Mann schöpfte Verdacht, brach die Transaktion ab und informierte seine Bank.

Spezialisten stellten tatsächlich fest, dass sich im Rechner eine Schad-Software eingenistet hat, die zusätzliche Codeeingaben verlangte. Der Welser hatte seine Sicherheitsprogramme nur vier Wochen lang nicht aktualisiert.

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