Selenskyj unter Druck

Auch USA drängen Kiew zu Rückzug aus dem Donbass

Ukraine-Krieg
20.02.2026 19:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

In den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg stehen harte Forderungen im Raum: Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj verlangen sowohl die USA als auch Russland, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region aufgibt. „Wenn Ihr wollt, dass der Krieg morgen endet, dann geht aus dem Donbass raus“, sagte Selenskyj am Freitag in einem Interview.

Die territorialen Streitfragen bilden den Kern der von den USA vermittelten Waffenruhe-Gespräche. Russland beansprucht den gesamten Donbass, obwohl die russische Armee bisher nur Teile der Region unter Kontrolle hat. Kiew lehnt dies ab und fordert stattdessen, den Frontverlauf einzufrieren.

Derzeit kontrollieren ukrainische Truppen etwa ein Fünftel der Region Donezk, während russische Truppen fast die gesamte Region Luhansk besetzt halten. Zusammen werden diese beiden Regionen als Donbass bezeichnet.

Selenskyj: „Niemand möchte in der ersten Linie stehen“
Für den Fall einer Waffenruhe plädierte Selenskyj gegenüber der Nachrichtenagentur AFP außerdem für den Einsatz europäischer Truppen in der Nähe der Frontlinie. „Natürlich möchten die Ukrainer, dass unsere Partner mit uns an der Frontlinie zusammenstehen“, sagte er. Zugleich räumte er ein: „Natürlich möchte niemand an der ersten Linie stehen.“

Frankreich und Großbritannien setzen sich besonders für eine internationale Truppe ein. Anfang Jänner unterzeichneten Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer gemeinsam mit Selenskyj eine Absichtserklärung über deren Entsendung. Macron betonte jedoch, dass die Truppe „weit von der Kontaktlinie entfernt“ operieren solle. Selenskyj hingegen äußerte gegenüber AFP den Wunsch, die Soldaten näher an der Front zu sehen.

Deutschland bereit zu militärischer Unterstützung
Auch Deutschland zeigte Bereitschaft zu militärischer Unterstützung. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte Anfang Jänner an, dass deutsche Soldaten im Rahmen einer internationalen Truppe zwar nicht innerhalb der Ukraine, aber in einem NATO-Nachbarland stationiert werden könnten. „Deutschland wird sich weiter politisch, finanziell und eben auch militärisch einbringen“, sagte Merz.

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