Er war Kult

Fußball-Österreich trauert: Alfred Tatar ist tot

Fußball National
14.05.2026 12:45
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Große Trauer in Fußball-Österreich! Alfred Tatar, genialer Kicker, legendärer TV-Analytiker, ist mit 62 Jahren verstorben. Am Donnerstag verlor er den Kampf gegen die Krankheit ALS.

Tatar hatte im Vorjahr seine langjährige Tätigkeit als Sky-Experte, eben aus gesundheitlichen Gründen, beendet. Öffentliche Auftritte gab‘s seither keine mehr. Am Donnerstag dann die erschütternde Nachricht: Tatar verlor den Kampf gegen die Krankheit.

Über viele Jahre ein gewohntes Bild im österreichischen Fußball: Alfred Tatar als Sky-Analytiker ...
Über viele Jahre ein gewohntes Bild im österreichischen Fußball: Alfred Tatar als Sky-Analytiker und Publikumsliebling.(Bild: GEPA)

Polster „unendlich traurig“
Der gebürtige Niederösterreicher galt als Fußballer als hoch veranlagt, da und dort auch extravagant, künstlerisch angehaucht, auch im Styling. 1983 gehörte er etwa der österreichischen U20-Auswahl an, die die WM in Mexiko bestritt. Mit von der Kader-Partie: u.a. Franz Wohlfahrt, Andi Ogris und Toni Polster. Letzterer reagierte auf den Sportkrone-Post auf Facebook schier mitgenommen. „Mei Bua, ich bin unendlich traurig“, kommentierte „Toni Doppelpack“.

Als Trainer erarbeitete sich Tatar den Ruf des Philosophen, später brillierte er als ungewöhnlicher, letztlich kultiger Analytiker bei Sky. YouTube und Social Media sind voll mit Bonmots von Tatar. Seine Wortspenden waren vieles, aber nicht durchschnittlich. Als studierter Biologe und Mathematiker brachte er immer wieder besondere Noten in seine Vermessungen des Fußballs – etwa auch im Sportkrone-Podcast, der vor einigen Jahren auf der Hohen Warte aufgezeichnet wurde.

Vienna trauert
Als Aktiver geigte Tatar u.a. bei der Vienna. Dort bildete er gemeinsam mit dem argentinischen Star-Stürmer Mario Kempes ein fulminantes Offensiv-Duo. Daraus wiederum ergab sich eine jahrzehntelang haltende Freundschaft. Auch für St. Pölten und den Wiener Sport-Club war er aktiv.

Später werkte der „Fredl“ auch als Trainer für die Vienna – ebenso wie für Ried, die Admira, Mattersburg und als Co-Trainer bei Lok Moskau. „Die gesamte Vienna-Familie trauert und spricht auf diesem Weg allen Angehörigen und Wegbegleitern ihr aufrichtiges Beileid aus“, schreibt der Klub am Donnerstag auf der Homepage.

 „Vor dem heutigen Spiel gegen SW Bregenz wird es eine Trauerminute geben. Die Vienna wird die Begegnung im Gedenken an Alfred Tatar mit Trauerflor bestreiten“, heißt es weiter.

Tatar soll im engsten Familienkreis beerdigt werden.

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