Reformen haben es in Österreich nicht leicht. Eine Modernisierung des Unterrichts nach jahrzehntelanger Starre? Da sei die schwarze Gewerkschaft davor, nein, das geht nicht, aber die megalangen Ferien und alle Zulagen müssen garantiert bleiben.
Das Gegenbeispiel könnten die ÖBB werden. Viele Jahre im Zentrum der Kritik, dann mit viel Steuergeld und einem Konzernchef, der leidenschaftlicher Bahn-Freak ist, der Durchbruch: Nur in der Schweiz ist die Bahn erfolgreicher als bei uns.
Hand aufs Herz, das ist kein billiges „Vergnügen“: Jährliche Investitionen von rund 5,4 Milliarden Euro sind kein Pappenstiel, aber immerhin: Österreich verfügt über eine moderne Bahn-Infrastruktur. Die Verlagerung von der Straße auf die Schiene hat sich zwar nicht wie erhofft eingestellt, aber immerhin: Die ÖBB sind ein modernes Unternehmen geworden, mit 48.000 Mitarbeitern und 2000 Lehrlingen.
Trotz aller Probleme, die es in so einem Logistik-Riesen auch gibt, liegen wir endlich in einem internationalen Ranking nicht am Schluss, sondern im Spitzenfeld. Die Konkurrenz durch die Westbahn hat den ÖBB gutgetan.
Wenn Minister Hanke jetzt die ÖBB endgültig auf die Überholspur bringen möchte, sei viel Erfolg gewünscht: In Deutschland hat ein Management-Versagen und ein streit-lüsterner Gewerkschaftsführer für ein Desaster gesorgt. Bei uns hingegen herrscht spätestens seit dem Koralmtunnel Optimismus. Ja, es geht, wenn man nur will.
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