Weil er seiner Freundin imponieren wollte, soll ein 27-Jähriger ein Fake-Ärztediplom mittels ChatGPT hergestellt, der Ärztekammer OÖ vorgelegt und versucht haben, so eine Eintragung auf der Ärzteliste zu erwirken. Dafür fasste er im Landesgericht Linz fünf Monate bedingt aus – nicht rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft legt dem Österreicher, der eigentlich als Ziviltechniker arbeitet, zur Last, im Oktober 2025 mittels Künstlicher Intelligenz einen Bescheid der Medizinischen Universität Wien gefälscht und bei der Ärztekammer Oberösterreich eingereicht zu haben. Die Anklage sieht darin den Tatbestand der Fälschung besonders geschützter Urkunden.
Geständig und einsichtig
Der Angeklagte bekannte sich schuldig und zeigte sich einsichtig. Er betonte, er habe nie als Arzt arbeiten wollen. Hintergrund der Aktion war offenbar, dass er seiner Ex-Freundin imponieren wollte. Er wurde im Sinne der Anklage schuldig gesprochen und bei einem Strafrahmen von bis zu zwei Jahren zu fünf Monaten bedingt verurteilt.
Ohne Anwalt erschienen
Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Rechtsmittel, auch der 27-Jährige akzeptierte das Urteil. Da er aber ohne Anwalt erschienen ist, hat er automatisch drei Tage Bedenkzeit. Der 27-Jährige betonte, er biete der Ärztekammer an, zu helfen, um „Lücken“ zu erkennen. Ob diese das annehme, bleibe ihr überlassen, so der Richter.
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