Berühmte Süßwarenmarke

Er steckt als Zeichner hinter den Haribo-Goldbären

Oberösterreich
15.02.2026 14:00

Die „Krone“ sprach mit dem Illustrator, der den Haribo-Goldbären für die ganze Welt zeichnet. Je nach Exportmarkt hat die berühmte Süßwaren-Marke mitunter unterschiedliche Accessoirs. Produziert wird der Gummibär unter anderem in Linz. Zu Gewinnzahlen schweigt der Konzern jedoch.

Fast jeder kennt sein Werk, aber niemand seinen Namen: Die „Krone“ sprach mit dem Mann, der den Goldbären von Haribo für die ganze Welt zeichnet. Der Gummibär zählt zu den bekanntesten Marken der Süßwarenindustrie und entspringt auch in Zeiten der Digitalisierung immer noch wortwörtlich einer Feder – und zwar jener aus der Hand von Konrad Lohrmann.

Darstellung variiert je nach Exportmarkt
Der 46-Jährige illustriert den Goldbären auf den Packungen des deutschen Konzerns. „Der Bär wirkt sehr simpel, weil er plakativ funktionieren muss, aber die Proportionen sind gar nicht so einfach“, erzählt Lohrmann. „Wenn man die Pupillen nur ein bisschen versetzt, ist es nicht mehr der Goldbär.“ Je nach Markt ist der Gummibär unterschiedlich gestaltet: „In Japan hatte er zum Beispiel schon einmal eine Kampfpose, und in Österreich eine Lederhose an.“ Große Veränderungen kann der Zeichner freilich nicht vornehmen: Der Bär ist immer fröhlich – das gehört zur Markenstrategie.

Der gebürtige Wiener Konrad Lohrmann (46) ist Illustrator beim deutschen Süßwarenhersteller ...
Der gebürtige Wiener Konrad Lohrmann (46) ist Illustrator beim deutschen Süßwarenhersteller Haribo.(Bild: Werner Schuering)

Am Standort in Linz arbeiten 320 Beschäftigte
Aber Lohrmann versucht, ihm „zeitgerechte Accessoires“ zu verpassen: „Es gab schon Darstellungen des Goldbären mit einem Handy, wo er also im 21. Jahrhundert angekommen ist.“

Produziert wird die bekannte Süßigkeit unter anderem im Haribo-Werk in Linz, einem von weltweit 16 Produktionsstandorten. 320 von insgesamt 8500 Mitarbeitern beschäftigt der deutsche Konzern in Oberösterreichs Landeshauptstadt. Das Werk in Linz wurde im Vorjahr um 2100 Quadratmeter erweitert, die Produktion laut eigenen Angaben um ein Drittel gesteigert. Die hier hergestellten Süßwaren werden europaweit, etwa nach Frankreich, Großbritannien oder Italien, sowie nach Asien exportiert.

Viel Zucker für Kinder: „Klären über alles auf“
Vom aktuellen Zollstreit sieht sich das Unternehmen nicht betroffen: Man setze auf eine „regionale Produktionsstruktur“ und habe beispielsweise vor drei Jahren ein Werk in Wisconsin in den USA eröffnet. „Dieses Modell bewährt sich in einem sich verändernden handelspolitischen Umfeld“, heißt es von Haribo. Zu konkreten Umsatz- oder Gewinnzahlen schweigt sich der Konzern jedoch aus.

Der Kritik, zuckerhaltige und damit ungesunde Produkte für Kinder zu vertreiben, entgegnet das Unternehmen so: „Wir versprechen bei unseren Produkten keinen Zusatznutzen und klären über alle Inhaltsstoffe auf“, heißt es von Haribo.

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