Klima-Profiteure

Wels, Hecht und Karpfen: große Fische lieben Wärme

Oberösterreich
08.06.2026 08:00

Die heiß ersehnten Regenfälle halfen mit, unsere erhitzten Gewässer abzukühlen. Der Klimawandel wirkt sich auch auf Flossentiere aus. Welse, Hechte und Karpfen profitieren. 

Die Niederschläge der vergangenen Tage taten nicht nur der Landwirtschaft gut. Die ärgste Dürre ist überstanden, im Grundwasser ist der Regen noch nicht angekommen, aber die Pegel der allermeisten Flüsse und Bäche zeigen wieder Mittel- oder Normalwasserstand. Und auch die Temperaturen der Oberflächengewässer sind durch den kühlen Regen abgesenkt worden.

Forellen und Koppen hatten schon Stress
Das tut vor allem den kälteliebenden Fischen, wie den Forellen und Koppen, gut, die heuer bei Bachtemperaturen jenseits der 20 Grad schon „geschwitzt“ haben. Doch mittel- und langfristig werden unsere Gewässer wärmer und wärmer. In den vergangenen 30 Jahren sind die Durchschnittstemperaturen um 1,5 Grad angestiegen. „Dies begünstigt die Entwicklung von wärmeliebenden Arten“, heißt es bei der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes OÖ. Und wärmeliebend sind jene, die auch sehr groß werden: Welse, Hechte und Karpfen.

Fast schon ein  Rekord-Fang
So konnte nun in Ebensee Rudolf Küpper (22) einen 130 Zentimeter langen und 15 Kilo schweren Hecht fangen und kam damit dem offiziellen österreichischen Rekord-Hecht, der 140 Zentimeter lang war, sehr nahe. Auch der Wels, ein Raubfisch, vermehrt sich jetzt schneller. „In einigen Revieren gibt es bereits Entnahmepflichten“, heißt es vom Landesfischereiverband.

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