Dunkelheit und Stress

Winterblues: Welche Jobs besonders betroffen sind

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Von krone.tv

Müdigkeit, Antriebslosigkeit, gedrückte Stimmung – vielen Menschen setzen die dunklen Wintermonate spürbar zu. Gleichzeitig fühlen sich laut einer aktuellen Studie rund 70 Prozent der Österreicher regelmäßig gestresst, die Hauptursache ist der Job. Wie sehr Lichtmangel und Dauerbelastung unsere Psyche beeinflussen, erklärt die klinische Psychologin, Gesundheits- und Arbeitspsychologin Karin Flenreiss-Frankl im krone.tv-Talk.

„Unser Körper ist stark vom Tageslicht abhängig“, so die Expertin. Fehlt die Sonne, gerät der Biorhythmus durcheinander, wichtige Botenstoffe wie Serotonin werden weniger produziert – die Folge sind Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Während viele nur einen „Winterblues“ verspüren, kann sich bei manchen eine ernsthafte saisonale Depression entwickeln. Diese geht mit massiven Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen und deutlichen Einschränkungen im Alltag einher.

Besonders kritisch wird es, wenn Dunkelheit und Dauerstress zusammentreffen. Vor allem in Berufsgruppen mit hoher emotionaler Verantwortung – etwa im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich oder in sozialen Berufen – sei die Belastung oft dauerhaft hoch. Diese Tätigkeiten fordern viel persönliches Engagement, lassen aber gleichzeitig häufig wenig Einfluss auf Entscheidungen zu.

Die klinische Psychologin, Gesundheits- und Arbeitspsychologin Karin Flenreiss-Frankl im ...
Die klinische Psychologin, Gesundheits- und Arbeitspsychologin Karin Flenreiss-Frankl im krone.tv-Talk.(Bild: krone.tv )

Warnsignale des Körpers
Warnsignale sind Schlafprobleme, häufige Infekte, Kopfschmerzen, erhöhte Fehleranfälligkeit oder sozialer Rückzug. „Viele funktionieren so lange, bis gar nichts mehr geht“, warnt Flenreiss-Frankl. Wenn zur Dauerbelastung in den Wintermonaten noch Lichtmangel hinzukommt, kann das die psychische Widerstandskraft zusätzlich schwächen und depressive Symptome begünstigen.

Medikamente und Lichttherapie
Neben Lichttherapie und Psychotherapie können in manchen Fällen auch Medikamente eine sinnvolle Unterstützung sein. Gerade bei einer ausgeprägten saisonalen Depression können Antidepressiva – nach ärztlicher Abklärung und meist zeitlich begrenzt – dazu beitragen, den Neurotransmitterhaushalt zu stabilisieren und Symptome wie Antriebslosigkeit oder gedrückte Stimmung zu lindern. Wichtig ist dabei eine individuelle Entscheidung und eine begleitende fachärztliche Betreuung.

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