Bei Linzer Sportmatch

Firma fälschte Geburtstage von jungen Mitarbeitern

Oberösterreich
13.02.2026 06:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Finanzpolizei deckte bei einem Fußballspiel in Linz schwere Verstöße von den dort eingesetzten Sicherheitsunternehmen auf. Besonders schwerwiegend: Zwei Mitarbeiter waren minderjährig – ihre Geburtsdaten wurden gefälscht. Insgesamt exekutierte die Behörde von den Sicherheitsfirmen 61.000 Euro an offenen Abgaben.

Diese Schwerpunktkontrolle hatte es in sich: Die Finanzpolizei knöpfte sich bei einem Fußballspiel in Linz jene Security-Unternehmen vor, die für die Sicherheit sorgen sollten – und deckte dabei gleich mehrere schwere Missstände auf.

Nur Hälfte der „Securitys“ war anwesend
Laut Sicherheitskonzept hätten 176 „Securitys“ im Einsatz sein sollen, tatsächlich trafen die Kontrolleure jedoch nur mehr 93 Mitarbeiter an – etwas mehr als die Hälfte der vorgeschriebenen Sicherheitsleute. Viele der Arbeitskräfte waren nicht mehr vor Ort.

Insgesamt stellte die Finanzpolizei 84 Übertretungen fest. Darunter 35 Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten, 17 Fälle ohne Arbeitszeitaufzeichnungen und 16 Beschäftigte haben gleichzeitig Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Besonders schwer wiegt, dass zwei „Securitys“ minderjährig waren – ihre Geburtsdaten wurden offenkundig manipuliert.

61.000 Euro an offenen Abgaben
Die Verstöße deuten darauf hin, dass „Beschäftigte in wirtschaftlich besonders vulnerablen Situationen stehen und teilweise unter Bedingungen arbeiten, die sie in soziale Nachteile bringen“, heißt es aus dem Finanzministerium zur „Krone“. In Summe exekutierte die Behörde 61.000 Euro an offenen Abgaben von den betroffenen Unternehmen.

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Wer unfaire Praktiken ausübt, um sich einen Vorteil zu verschaffen, gehört bestraft.

Markus Marterbauer, Finanzminister (SPÖ)

„Wer unfaire Praktiken ausübt, um sich einen Vorteil zu verschaffen, gehört bestraft. Die Vielen, die sich an die Regeln halten, dürfen nicht benachteiligt sein“, sagt Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) zum Fall. Zu den Sicherheitsfirmen sowie den Beschäftigungsverhältnissen laufen jetzt Ermittlungen.

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