Er lebte auf großem Fuß, doch das Geld für Luxusurlaube und schicke Restaurantbesuche soll durch Steuerhinterziehung erwirtschaftet worden sein. Doch das Finanzamt kam einem oberösterreichischen Baustoffhändler auf die Schliche.
Über Jahre soll der Inhaber eines oberösterreichischen Großbetriebs für Baustoffhandel systematisch Steuern hinterzogen haben. Ihm wird vorgeworfen, durch ein raffiniertes Firmenkonstrukt auf Zypern Gewinne verschleiert und private Ausgaben als Betriebskosten getarnt zu haben.
Firmenkonstrukt gegründet
Er gründete 2019 mehrere Gesellschaften in Zypern und soll so Gewinne, die in Österreich erwirtschaftet wurden, ins Ausland transferiert haben. Lieferanten aus dem Ausland wurden angewiesen, einen Teil ihrer Umsätze an eine zypriotische Limited zu überweisen. Im Gegenzug stellte ein Mitarbeiter in Zypern Scheinrechnungen für nie erbrachte Leistungen wie Qualitätskontrollen, Messebesuche oder Marktforschung aus.
Gewinne künstlich geschmälert
Die so entstandenen Mehrkosten wurden dem österreichischen Unternehmen durch überhöhte Rechnungen wieder in Rechnung gestellt, um den Gewinn in Österreich künstlich zu schmälern. Die auf Zypern verbuchten Scheingewinne flossen über eine zwischengeschaltete Personengesellschaft steuerfrei nach Österreich zurück.
Luxuriöser Lebensstil
Doch damit nicht genug: Der Unternehmer finanzierte über die Konten der zypriotischen Firma seinen extravaganten Lebensstil. Jährlich gab er so rund 100.000 Euro für Privaturlaube, Restaurantbesuche, Tennis und Golf aus. Der Unternehmer ist nur teilweise geständig. Ihm drohen nun ein Finanzstrafverfahren und eine mögliche Geldstrafe in doppelter Höhe des hinterzogenen Betrags.
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