Bedingte Haftstrafen

Raser-Duo lieferte sich illegales Straßenrennen

Vorarlberg
12.02.2026 12:15
Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Mit 155 Sachen bretterten die jungen Männer im Bregenzerwald über die Landesstraße und verunfallten dabei schwer. Am Landesgericht Feldkirch mussten sich die beiden 19 und 25 Jahre alten Raser, beide Österreicher mit türkischen Wurzeln, nun für das illegale Rennen verantworten.

Dass die beiden Angeklagten und ihre Beifahrer den schrecklichen Unfall im April des vergangenen Jahres überlebt haben, grenzt schier an ein Wunder. Die zwei Lenker stehen am Donnerstag vor Gericht. Beide müssen sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Sachbeschädigung verantworten.

Beinahe mit einem Rettungswagen kollidiert
Ihrem Auftritt in Feldkirch ist ein illegales Straßenrennen von Egg nach Alberschwende vorausgegangen. Mit 155 Sachen bretterten sie im Audi bzw. BMW über die Bregenzerwaldstraße. Dabei schrecken die leichtsinnigen Fahrer auch nicht vor riskanten Überholmanövern zurück. Ein im Ortsgebiet von Alberschwende entgegenkommender Fahrer eines Rettungswagens entgeht mit seinem Beifahrer und einem Patienten nur knapp einer Katastrophe.

25-Jähriger liegt monatelang im Koma
Dann das Chaos: Während es dem 19-Jährigen gelingt, mit seinem Audi rechtzeitig einzuscheren, prallt der 25-jährige Hintermann im BMW gegen die Pfarrkapelle St. Martin. Durch die Wucht des Aufpralls wird das Auto zurückgeschleudert und gegen das Auto des anderen Rasers gedrückt. Zurück bleiben Trümmer und Verletzungen wie Nasenbeinfrakturen und Prellungen. Die massivsten Verletzungen erleidet allerdings der 25-jährige Raser. Neben einer geprellten Lunge, Serienrippenbrüchen und einem gebrochenen Halswirbel stellen die Ärzte zudem ein Schädelhirntrauma mit Gehirnprellung und Einblutung fest. Monatelang liegt der Verletzte im Koma.

Auch zehn Monate nach dem Unfall leidet der Mann noch an den Spätfolgen. „Ich kann aufgrund der Verletzungen nicht arbeiten“, sagt er. Auch werde er nie wieder mit dem Auto fahren können. Erinnern kann sich der 25-Jährige aufgrund der massiven Kopfverletzungen nicht mehr an den Tag. Weshalb er der Richterin auch nicht sagen kann, ob er nun schuldig ist oder nicht. „Ich kenne die Vorwürfe. Es tut mir leid. Ich möchte alles wiedergutmachen.“

Überwachungskamera liefert den Beweis
Anders der 19-jährige Raser, der nur zugibt, dass es ein Fehler gewesen sei, mit einem verkehrsuntauglichen Fahrzeug unterwegs gewesen zu sein – zumal auf drei Reifen kein Profil mehr vorhanden war. Doch es gibt einen Videobeweis der Überwachungskamera einer Firma. Darauf zu sehen ist, wie die beiden Autos mit mehr als 155 km/h über die Bregenzerwaldstraße brettern. Auch werden die Angeklagten von weiteren Augenzeugen belastet.

Der Prozess endet mit zwei Schuldsprüchen im Sinne der Anklage. Ein Jahr Freiheitsstrafe bedingt plus 1440 Euro Geldstrafe für den einen. Der andere kommt mit einer teilbedingten Geldstrafe in Höhe von 2880 Euro davon.

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