Fiel ins Wasser

Deutschland: Plötzlich waren 80 Meter Fahrbahn weg

Deutschland
09.02.2026 19:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) taten sich zuletzt wortwörtlich Abgründe auf. Eine Straße, die neben einer Sandgrube entlangführte, krachte plötzlich ins Wasser. Auf einmal klaffte ein 80 Meter langes Loch, wo eben noch die Fahrbahn war.

Auf Höhe eines Quarzwerkes brach die sogenannte Bruchstraße ab. Autofahrer hatten glücklicherweise zuvor bemerkt, dass sich der Asphalt absenkte, und wählten den Notruf. Feuerwehr und Polizei konnten die Straße rechtzeitig absperren, bevor sie wegbrach.

Sandabbau neben der Straße
Die Grube, in die die Straße fiel, war mit Wasser gefüllt. Ein Werk befördert daraus feinen Sand, alles unter strengen Kontrollen der Bergbehörde. Wie es also dazu kommen konnte, dass jetzt ein riesiges Loch dort klafft, wo einst die Straße war, ist noch unklar.

Dort, wo einst die Straße war, klafft jetzt ein riesiges Loch.
Dort, wo einst die Straße war, klafft jetzt ein riesiges Loch.(Bild: AP/APA/dpa/Christoph Reichwein)
80 Meter der Straße versanken im Wasser.
80 Meter der Straße versanken im Wasser.(Bild: AP/APA/dpa/Christoph Reichwein)

„Ist ein Rätsel“
„Die Absackung stellt uns vor ein Rätsel“, sagte Katrin Schulze-Rosik, Sprecherin des Quarzwerks Baums (20 Mitarbeiter), zur „Bild“-Zeitung. Alle Arbeiten seien genehmigt und nach Sicherheitsgutachten erledigt worden. „Es ist außergewöhnlich.“ Verletzt wurde bei dem Bruch niemand.

Bagger sollte Böschung glatt ziehen
Der Abbau des Quarzsands war in dem Gebiet entlang der Bruchstraße bereits abgeschlossen. Als die Straße ins Wasser zu rutschen begann, sollte mit einem Baggerschiff nur noch die geplante Endböschung des Sees glatt gezogen werden.

Droht die Straße erneut einzubrechen?
Gutachter untersuchen jetzt, wie genau es zum Unglück kommen konnte. Quarz wird solange keines abgebaut. Am Montag waren Vermesser vor Ort, die mithilfe von Drohnen und Schiffen analysierten, wie der Sand geflossen ist. Danach „sollen Konzepte zur Wiederherstellung der Böschung und der Bruchstraße erarbeitet werden“, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung Arnsberg sagte.

Wie lange die Straße gesperrt bleibt, ist bisher nicht klar. Auch weil man nicht sicher sagen kann, ob es noch einmal zum Bruch kommen könnte.

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