Nicht nur einzelne Äste – gleich ganze Stämme eines riesigen Weidenbaumes sind am Badeteich in Poysdorf „gefällt“ worden. Verdutzte Gäste fragten nach dem Grund, zumal zahlreiche Vögel dort alljährlich gebrütet hatten. Die Bürgermeisterin verweist auf den „Baumdoktor“.
Unter mächtigen Bäumen fanden die Besucher des beliebten Badeteiches schattige Plätze: Nach einer radikalen „Rasur“ herrscht nun Aufregung, zumal die Brutsaison für Vögel begonnen hat. Stammgäste wissen: In dem Geäst hatten zahlreiche Vögel ihre Nistplätze. „Es ist schlimm, zumal in einem Baum ein Kauz gelebt hat, der uns schon über Jahre bekannt ist“, erläutert Michael Bübl. Er hat auf Fotos dokumentiert, wie die Gemeinde vorgegangen ist: „Warum wird gerade jetzt, wo die Brutzeit startet bzw. gestartet ist, derart grober Kahlschlag begangen?“, fragt er sich.
Fachleute orteten bei starkem Wind „Gefahr im Verzug“
Die „Krone“ stellte die Frage der Bürgermeisterin. Diese beteuert, dass die Maßnahmen nur nach genauer Absprache „mit einem Baumdoktor passiert sind“. Dass hier gleich ganze Stämme gefällt wurden, sei laut Baumkataster dringend notwendig gewesen. „Es handelt sich um Weiden – und wir mussten auf Nummer sicher gehen, da hier die nötige Festigkeit nicht mehr gegeben war.“ Bei einem aufziehenden Gewitter und starken Windböen wären darunter liegende Badegäste in Gefahr gewesen, wäre man nicht eingeschritten, sagt Gudrun Sperner-Habitzl. Ihr sei bewusst, dass ein derartiger Eingriff an einem so bekannten Platz ein heikles Thema sei.
Bezüglich Brutstätten sind in der Gegend genug weitere Baumflächen
„Es ist aber so, dass sich hier die Haftungsfrage stellt, sollte etwas passieren. Und nach Absprache mit Experten sei es dringend notwendig gewesen, den mächtigen „dreistämmigen“ Baum mit seinen zahlreichen Ästen nicht „homöopathisch“ zu bearbeiten, sondern komplett zu stutzen. „Bezüglich nistender Vögel ist es so, dass es beispielsweise westlich entlang des dortigen Poybaches genug Baumbestand für brütende Vögel gibt.“
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