Ab aufs Revier!

Wie Verkehrsrowdy: Dackel „Anneliese“ gestoppt

Tirol
17.05.2026 06:50

Unangeschnallt im Auto – das geht natürlich auch für einen Hund nicht. Dackel „Anneliese“ musste das bei einer Kontrolle durch die Exekutive im Tiroler Oberland zur Kenntnis nehmen. Die Hundedame wurde zudem samt Frauchen auf die Polizeiinspektion Imst vorgeladen.

Es passierte kurz vor ihrem vierten Geburtstag. Dackeldame „Anneliese“, Familienhund der Imsterin Evi Krismer, saß entspannt auf der Rückbank eines Pkw. Den lenkte Franz Krismer, der Bruder der Imster Hotelchefin, durch Tarrenz (Bezirk Imst), als die Polizei den Wagen für eine Verkehrskontrolle stoppte.

Dackelaugen für den Polizisten
„Der junge Beamte hat eine ganz genaue Kontrolle durchgeführt, zunächst aber nichts gefunden“, schildert Evi Krismer. Bis sein Blick auf „Anneliese“ fiel. Die grüßte mit Dackelblick zurück.

Das nützte jedoch wenig, denn der Polizist beanstandete, dass die Vierjährige ungesichert auf der Rückbank lümmelte. Das ginge ja gar nicht – und damit war er natürlich im Recht.

Evi und Franz Krismer mit der beanstandeten Hündin
Evi und Franz Krismer mit der beanstandeten Hündin(Bild: Johanna Birbaumer)

Was dann geschah, ließ die Besitzerin des Tiers aber nur noch den Kopf schütteln. Der Polizist untersagte Franz Krismer zunächst die Weiterfahrt samt Hund. Vorschrift ist Vorschrift.

„Anneliese“ auf der Polizeiinspektion ganz gelassen
Und in der Folge kam der ganz dicke Hund: „Anneliese“ samt Besitzerin wurde auf die Polizeiinspektion der Oberländer Marktgemeinde vorgeladen. Dort müsse Krismer mit Dackel jenes kleine Verbindungsstück und das Hundegeschirr präsentieren, mit dem das Tier am Gurt angehängt werden kann. „Anneliese“ blieb gelassen – so, wie man sie kennt.

Zitat Icon

Die Drohung mit der Anzeige bei der BH, wenn wir nicht zur Polizeiinspektion kommen, fand ich nicht gut. So geht man in einem kleinen Ort nicht miteinander um. 

Evi Krismer, Frauchen von „Anneliese“

Provisorische Hundesicherung
Um nicht zu Fuß mit „Anneliese“ nach Hause „dackeln“ zu müssen, einigte man sich auf eine provisorische Sicherung der Hundedame im Auto. So konnten Herrchen und „Anneliese“ doch noch im Auto zurück nach Imst fahren und Frauchen die Sache schildern.

Anzeige bei der BH drohte
Die nahm die Aufforderung des Polizisten ernst und kaufte daraufhin die erforderliche Ausrüstung zur fachgerechten Sicherung. Denn sonst würde sie eine Anzeige von der Bezirkshauptmannschaft erhalten. Zwei Tage später tanzte sie dann mit „Anneliese“ am Posten an. Sie setzte den Dackel samt Verbindungsstück und Hundegeschirr auf den Tresen und gestand: „Hier ist der Täter!“

So wird Anneliese nach Vorschrift im Auto gesichert.
So wird Anneliese nach Vorschrift im Auto gesichert.(Bild: Johanna Birbaumer)

Verwirrung auf der Polizeiinspektion
Der diensthabende Beamte kannte sich nicht aus, Krismer musste ihm die Angelegenheit erst schildern. So recht wusste der Polizist daraufhin allerdings immer noch nicht, was zu tun sei. Letztendlich war die Angelegenheit mit einer Notiz beendet, Hund und Frauchen „dackelten“ wieder davon.

Kein Zorn auf die Polizei
Krismer ist nicht böse auf die Polizei. Sie meint aber, dass ein Organstrafmandant vor Ort auch gereicht hätte. Drohung mit BH und Vorladung – das kam nicht gut an bei ihr. „In einem kleinen Ort geht man nicht so miteinander um“, meint sie.

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