6-facher Mordversuch!
50-Jähriger zündet Kälteiglus für Obdachlose an
Ein 50-Jähriger hat in der Nacht auf Donnerstag in der deutschen Stadt Kaiserslautern ein Kälteschutzzelt für Obdachlose auf einem Kirchengelände angezündet. Die Polizei ermittelt wegen sechsfachem Mordversuch.
Die Zeltbewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Zwei von ihnen wurden laut Polizei leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 1.30 Uhr, zu dem Zeitpunkt befanden sich sechs Obdachlose in dem Zelt, in dem sechs sogenannte Kälteiglus (halbrunde Kammern aus wetterfestem Isoliermaterial) waren. Ein Zeuge bemerkte das Feuer und weckte die anderen Bewohner. Die Feuerwehr rückte an und löschte den Brand.
Verdächtiger festgenommen
Ein 50-jähriger Tatverdächtiger wurde noch am Tatort festgenommen. Die Polizei wirft ihm versuchten Mord in sechs Fällen vor. Kurz vor der Tat hatten in der Innenstadt bereits zwei Müllcontainer gebrannt – die Ermittler prüfen, ob derselbe Mann auch dafür verantwortlich ist.
Die Zelte auf dem Kirchengelände soll Obdachlosen bei winterlichen Temperaturen eine sichere Schlafmöglichkeit bieten. Ein Schutzzelt für die Kälteiglus und sechs der zehn Iglus selbst sind abgebrannt. Ein zweites Zelt wurde stark beschädigt.
Die Obdachlosen sind verzweifelt.
Andreas Keller, Pfarrer der katholischen Pfarrei Heiliger Martin Kaiserslautern
Obdachlose verlieren bei Feuer Fotos von Angehörigen
Außerdem wurden fast alle Schlafsäcke, Isomatten und Winterkleidung für Obdachlose zerstört. Das sei alles ersetzbar, sagte Andreas Keller, Pfarrer der katholischen Pfarrei Heiliger Martin Kaiserslautern, gegenüber dem TV-Sender SWR. Aber es wurden auch Dinge der Obdachlosen zerstört. Sie „haben ihre wenigen Habseligkeiten verloren, darunter Fotos ihrer Angehörigen, die für sie unersetzlich sind“.
Die Ermittler äußerten sich bislang nicht zum Motiv des 50-Jährigen. Sie gehen nach ihren bisherigen Ermittlungen jedoch davon aus, dass der 50-Jährige das Feuer vorsätzlich legte.








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