Zu Hause angekommen

Zwei Wochen im Gefängnis: Liam (5) endlich frei!

Ausland
01.02.2026 18:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Sein Bild, auf dem er eine blaue Hasenmütze trug, ging um die Welt. Liam (5) und sein Vater waren im US-Bundesstaat Minnesota bei einer Razzia der Einwanderungsbehörde festgenommen worden. Auf Anordnung eines Richters sind die beiden jetzt freigelassen worden und wieder zu Hause angekommen.

Ein Richter hatte am Samstag die Freilassung des Bubens angeordnet, der vor zwei Wochen von ICE in Minneapolis in Gewahrsam genommen worden war. Liam und sein Vater waren in einer Haftanstalt im US-Staat Texas festgehalten worden. Inzwischen wurden die beiden freigelassen und kehrten nach Minnesota zurück, wie der Abgeordnete Joaquin Castro laut der Nachrichtenagentur AP bestätigte.

Katherine Schneider, eine Sprecherin des demokratischen Kongressabgeordneten, bestätigte, dass Vater und Sohn zu Hause angekommen seien. Sie sagte, Castro habe sie am Samstagabend (Ortszeit) in Dilley in Texas abgeholt und sie am Sonntag nach Minnesota nach Hause begleitet.

Kann trotzdem abgeschoben werden
Der Richter schloss am Samstag nicht aus, dass am Ende eines Verfahrens im konkreten Fall auch eine Abschiebung stehen könnte, doch müsse das auf einem geordneten und humaneren Weg geklärt werden als dem aktuellen. 

Dieses Bild ging um die Welt!
Dieses Bild ging um die Welt!(Bild: Kamala Harris/X.com)

Dem Schulbezirk zufolge war der Bub einer von vier Schülern, die von den Beamten festgenommen wurden. Bundesrichter Fred Biery übte scharfe Kritik am Vorgehen der Regierung. „Der Fall hat seinen Ursprung in der unüberlegten und stümperhaften Jagd der Regierung nach täglichen Abschiebequoten, offenbar selbst dann, wenn dafür Kinder traumatisiert werden müssen“, schrieb Biery in seiner Entscheidung.

„Liam ist noch ein Baby“
Auch Ex-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris verurteilte das Vorgehen scharf: „Liam Ramos ist noch ein Baby. Er sollte bei seiner Familie zu Hause sein und nicht von der Einwanderungsbehörde ICE als Köder benutzt und in einem texanischen Gefängnis festgehalten werden. Ich bin empört, und das sollten Sie auch sein“, erklärte sie vor wenigen Tagen.

Das aus Ecuador stammende Kind und sein Vater waren als Asylbewerber auf legalem Weg in die USA eingereist und in eine Familienhaftanstalt in Texas gebracht worden. Stellungnahmen ihres Anwalts und des US-Heimatschutzministeriums lagen zunächst nicht vor ...

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