Ein neues Video, das den Aktivisten Alex Pretti wenige Tage vor seiner Tötung von ICE-Beamten in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Angestellten der Migrationsbehörde zeigt, hat für neuen Zündstoff gesorgt. US-Präsident Donald Trump erklärte, dess dessen Ansehen „stark gesunken“ sei. Pretti sei „Unruhestifter und womöglich Aufständischer“.
Trump verröffentlichte ein Posting dazu in seinem Onlinedienst Truth Socia. Er deutete damit an, dass die Tötung Prettis zurecht erfolgt sei. Zuvor hatte die US-Regierung nach den tödlichen Schüssen auf den Pfleger eingelenkt und zwei Bundesbeamte, die involviert waren, von ihrem Dienst suspendiert.
Trumps erklärte auf Truth Social, das Video zeige Pretti „wahnsinnig und außer Kontrolle“:
Am Mittwochabend hatten mehrere US-Sender ein Video ausgestrahlt, das Pretti eineinhalb Wochen vor seinem Tod zeigen soll. In der Aufnahme beschädigt Pretti in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Bundesbediensteten ein Fahrzeug. Mit der späteren Situation, in der Pretti getötet wurde, haben diese Aufnahmen freilich nichts zu tun.
Aktivist lag am Boden, als Schüsse fielen
Der 37-jährige Krankenpfleger Pretti war vor sechs Tagen, am Samstag, am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis erschossen worden. Das US-Heimatschutzministerium sprach zunächst von „Abwehrschüssen“ der Einsatzkräfte. Videoaufnahmen zeigen den bereits überwältigten Pretti jedoch am Boden und lassen erhebliche Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.
Pretti trug den Videoaufnahmen zufolge ein Handy und hatte zwar offenbar eine Pistole bei sich, die er jedoch nicht in der Hand hatte und die die Bundesbediensteten ihm bereits abgenommen hatten, als sie das Feuer eröffneten. Das Vorgehen der Einsatzkräfte in Minneapolis, die dort bereits am 7. Jänner die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen hatten, löste landesweit Empörung und in einigen Städten Proteste aus.
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