US-Abgeordneter:

Nvidia half chinesicher KI-Firma DeepSeek

Digital
29.01.2026 07:29
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der US-Chipkonzern Nvidia hat der chinesischen Firma DeepSeek mit Verbindungen zum Militär offenbar bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz geholfen. In einem am Mittwoch bekannt gewordenen Brief an Handelsminister Howard Lutnick schrieb der republikanische Vorsitzende des China-Ausschusses im Repräsentantenhaus, John Moolenaar, Nvidia habe DeepSeek umfassende technische Unterstützung geleistet.

Dies gehe aus internen Unterlagen von Nvidia hervor, die dem Ausschuss vorlägen. Den Dokumenten zufolge halfen Nvidia-Entwickler DeepSeek dabei, die Effizienz beim Training seiner KI-Modelle erheblich zu steigern. Dies sei durch ein optimiertes gemeinsames Design von Algorithmen, Software-Strukturen und Hardware gelungen.

  DeepSeek hatte Anfang vergangenen Jahres mit KI-Modellen für Aufsehen gesorgt, die mit denen aus den USA konkurrieren konnten, jedoch mit deutlich weniger Rechenleistung entwickelt wurden. Dies schürte in Washington die Sorge, China könne trotz US-Exportbeschränkungen für Hochleistungschips bei der KI aufholen.

Nvidia verweist auf Autonomie des chinesischen Militärs
„China hat mehr als genug einheimische Chips für alle seine militärischen Anwendungen, mit Millionen im Überfluss. Genauso wie es für das amerikanische Militär unsinnig wäre, chinesische Technologie zu verwenden, macht es auch für das chinesische Militär keinen Sinn, von amerikanischer Technologie abhängig zu sein“, teilte Nvidia in einer Stellungnahme mit.

  Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington sagte: „China hat sich von jeher gegen Schritte gewehrt, das Konzept der nationalen Sicherheit zu überdehnen oder Handels- und Technologiefragen zu politisieren. Wir hoffen, dass die USA konkrete Maßnahmen ergreifen können, um die globalen Industrie- und Lieferketten stabil zu halten.“

Damals kein Hinweis auf militärische Nutzung
Moolenaar räumte in seinem Schreiben ein, dass es zum Zeitpunkt der Zusammenarbeit keine öffentlichen Hinweise auf eine militärische Nutzung der DeepSeek-Technologie gegeben habe. Nvidia habe DeepSeek daher als legitimen kommerziellen Partner behandelt.

„Wenn selbst das wertvollste Unternehmen der Welt die militärische Nutzung seiner Produkte beim Verkauf an (chinesische) Unternehmen nicht ausschließen kann, sind strenge Lizenzbeschränkungen und deren Durchsetzung unerlässlich, um zu verhindern, dass solche Zusicherungen zu oberflächlichen Formalitäten werden“, schrieb Moolenaar weiter. „Chip-Verkäufe an vorgeblich nicht-militärische Endverbraucher in China werden unweigerlich zu einer Verletzung der Beschränkungen für die militärische Endnutzung führen.“

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