Bericht zu Unglück

Heli-Crash mit 67 Toten laut US-Behörde vermeidbar

Ausland
28.01.2026 06:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Systemische Versäumnisse der US-Luftfahrtbehörde FAA haben nach Erkenntnissen von Ermittlern zu dem schweren Flugzeugunglück bei Washington mit 67 Toten im vergangenen Jahr geführt. Im Jänner 2025 waren ein Regionaljet von American Airlines und ein Black-Hawk-Hubschrauber der US-Armee zusammengestoßen.

Die  US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB stellte am Dienstag ihren Abschlussbericht vor. Das Flugzeugunglück nahe der US-Hauptstadt Washington war das schwerste in den USA seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Helikopterverkehr hätte verlegt werden können
Die NTSB kam zu dem Schluss, dass der Unfall zu 100 Prozent vermeidbar gewesen sei. Die FAA habe es Hubschraubern gestattet, ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen in der Nähe des Flughafens zu fliegen. Zudem habe die Behörde es versäumt, auf Daten und Empfehlungen zu reagieren, den Helikopterverkehr aus dem Gebiet zu verlegen.

Warnungen von Fluglotsen vom Management ignoriert
Warnungen von Fluglotsen seien vom Management ignoriert worden, sagte die NTSB-Vorsitzende Jennifer Homendy. Als weitere Ursachen nannte die Behörde Mängel in der Sicherheitskultur der Armee. Die FAA teilte mit, sie werde die Empfehlungen prüfen und habe bereits nach dem Unglück Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ergriffen.

Bereits seit 2021 habe es in der Nähe des Flughafens 15.200 Fälle von zu geringem Abstand zwischen Flugzeugen und Helikoptern gegeben, darunter 85 als kritisch eingestufte Annäherungen. Schon im Dezember hatte das US-Justizministerium die grundsätzliche Haftung der Regierung für den Absturz anerkannt. Die NTSB sprach mehr als 30 Empfehlungen an die FAA aus und wies darauf hin, dass ein besseres Kollisionswarnsystem (ADS-B) den Piloten entscheidende Sekunden zur Reaktion hätte geben können.

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